«Keineken» vs. Heineken

31. August 2009 13:11; Akt: 31.08.2009 13:20 Print

«Keineken» kämpft gegen den Biergiganten

Ein Verein aus Engelberg legt sich mit Heineken an: Der Verein Keineken, der mit dem gleichnamigen Bier auf den Markt drängen wollte, wurde vom holländischen Biergiganten ausgebremst. Bier und Gläser wurden konfisziert. Doch der Verein gibt sich nicht geschlagen - im Gegenteil.

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Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath: Keineken gegen Heineken. Noch bevor das neu kreierte Bier am Samstag in Engelberg offiziell angezapft werden konnte, reagierte der holländische Biergigant am Freitag mit einer superprovisorischen Verfügung, wie 20 Minuten Online exklusiv meldete.

Heineken setzte für seinen juristischen Kampf einen renommierten Luzerner Anwalt ein. Dieser forderte den Verein auf, das Markeneintragungsgesuch für ihr Bier zurückzuziehen. «Darauf stiegen wir nicht ein», so Conrad Engler vom Verein Keineken.

«Verletzung des Markenrechts»

Wenige Stunden später tauchte die Polizei mit der superprovisorischen Verfügung von Heineken international und Heineken Schweiz auf. Diese beinhaltete das Verwendungsverbot der Marke Keineken. Die Polizei zog alle vorhandenen 1200 Flaschen - insgesamt 80 Harrasse - und die 100 mit Keineken beschrifteten Gläser ein.

»Dieser Name ist eine Verletzung des Markenrechts», sagte Heineken-Sprecher Urs Knapp auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Und das Obwaldner Kantonsgericht habe diese Haltung von Heineken gestützt. «Für uns ist der Fall klar: Der Verein wird den Namen Keineken nicht mehr verwenden dürfen», sagte Knapp.

Keineken gibt sich nicht geschlagen

Der Verein aber gibt sich nicht so schnell geschlagen. Er will erst die Antwort des Eidgenössischen Instituts für geistiges Eigentum (IGE) abwarten. Er hat den Namen «Keineken» beim IGE am 18. August formell eingereicht. «Wir sehen das IGE als Schiedsgericht im Markenstreit», sagte Engler.

Bei Keineken rechnet man sich grosse Chancen aus, diesen Streit zu gewinnen. Das Logo des Keineken-Biers sei unmöglich mit dem Heineken-Logo zu verwechseln. Es zeigt den Hausberg Hahnen, die Brunni-Sonne und zwei kämpferische Teufelshörner.

Vorläufiger Verzicht

Vorläufig nun, bis der Rechtsstreit beendet ist, wird der Verein auf den Verkauf des Biers verzichten. Nicht aber für immer. «Wir sind bereit, durch alle Instanzen zu gehen», sagte Engler.

Denn nun wittert der Verein, dass sich der Name Keineken durch den grossen Medienrummel vergolden lässt. Ursprünglich nämlich war das Ziel der Initianten, ein eigenständiges Engelberger Klosterbräu zu realisieren.

Das Keineken-Bier sollte nur den Startschuss geben für den «Spiessrutenlauf auf dem Weg zum neuen, eigenständigen Engelberger Klosterbräu mit Engelberger Quellwasser», sagt Engler. Bis 2012 wollen die Initianten sogar eine eigene Brauerei in Engelberg bauen.

(meg/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim am 31.08.2009 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wer zahlt, befiehlt!

    Hat uns Heineken bei der Uebernahme von Seichhof auch gefragt, ob uns dies passt? Na also, weshalb sollen wir denn Schweinecken fragen, ob ihnen die Bezeichnung Keinecken passt?

  • Markus S am 31.08.2009 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Angst?

    Heineken wird doch wohl nicht gar Angst haben vor einer kleinen Brauerei...ist ja ein Witz. Hopp Keineken!

  • Aendu am 14.01.2010 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Heineken / Keineken

    Das Kantonsgericht Obwalden hat gesprochen: Diese Richter kann ich nicht verstehen. " Unglaublich"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aendu am 14.01.2010 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Heineken / Keineken

    Das Kantonsgericht Obwalden hat gesprochen: Diese Richter kann ich nicht verstehen. " Unglaublich"

  • minu am 30.12.2009 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz schön dicke

    Aber was solls, auch ich trinke seit der Übernahme durch diese Firma nichts mehr aus diesem Hause. Es gibt zum Glück noch genügend andere Anbieter in unserer Schweiz, da muss es ja wirklich nicht das schlechteste Bier der Welt sein.

  • madd am 01.09.2009 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    schämt euch

    zum einen ist heineken schlicht eins der schlechtesten biere der welt, zum anderen trinke ich seit der unnötigen übernahme auch kein eichhof mehr. support your local breweries! in meinem fall baarer bier!

  • Säm am 01.09.2009 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Keineken sind doch Parasiten!

    Obwohl ich auch kein grosser Fan von Heineken bin, finde ich das Vorgehen von Keineken einfach nur billig. Das Bier wird auswärts gebraut und die machen einen auf dicke Hose. Die sollen lieber mit gutem Bier auf sich aufmerksam machen als von anderen zu provitieren. Pfui Keineken!

  • rampass am 31.08.2009 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    ist ja grossartig

    zuerst alles einkaufen und wenn eine kleine Laus über den Weg lauft,beleidigt sein und klagen,so stelle ich mir die Grossen vor. Ich trinke eh Einsiedler Bier Prost