Opfer des Schlägers

14. Oktober 2019 16:58; Akt: 14.10.2019 18:57 Print

«Nun bin ich auf einem Auge blind»

von Daniela Gigor - Der Schläger, der am Bahnhof Luzern einen Mann niedergestreckt haben soll, hat sich kurz nach dem Fahndungsaufruf bei der Polizei gemeldet. Jetzt spricht sein Opfer.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das ging schnell: Kurz nach der Veröffentlichung der Fahndungsbilder am Montagmorgen hat sich der mutmassliche Schläger vom Bahnhof Luzern bei der Polizei gestellt. Es handelt sich um einen 23-jährigen Schweizer. Der mutmassliche Täter hatte am 21. September am frühen Morgen einen 33-jährigen Luzerner aus dem Nichts mit einem Faustschlag am Auge erheblich verletzt. Das Opfer wartete im Bahnhof Luzern auf den Zug zum Flughafen; er wollte in Irland fischen gehen.

Nach der jüngsten Entwicklung sagt nun der 33-Jährige: «Dass der Täter sich stellte, war das Beste, was er tun konnte. Ich bin froh, dass es so schnell ging nach der Veröffentlichung der Fahndungsbilder.» Der Luzerner hofft jetzt, dass der Täter eine gerechte Strafe erhält. «Es ist für mich unverständlich, was in seinem Kopf vorging, als er zuschlug.»

Es ist wichtig, dass ich möglichst schnell wieder fit werde

Möglicherweise wird das Opfer des Brutalo-Schlägers ein Leben lang unter der Gewalttat leiden müssen: «Bei der Operation des Auges sei es zu einer seltenen Komplikation gekommen: Es kam zu einer Blutung auf dem Augennerv. Nun bin ich blind auf dem linken Auge.» Die Ärzte hätten ihm wenig Hoffnung machen können, dass er mit diesem Auge je wieder sehen könne.

Seine Zuversicht hat der Luzerner aber nicht verloren: «Für mich ist jetzt wichtig, dass die Wunden rasch verheilen und ich möglichst schnell wieder fit werde.» Es hätte noch schlimmer kommen können und er müsse jetzt das Beste aus seiner Situation machen.