Evakuation

21. Juli 2019 15:14; Akt: 21.07.2019 15:54 Print

«Personen mit Flugangst wurden betreut»

Die Stanserhorn-Bahn fährt seit Sonntagmorgen wieder planmässig. Die Reparaturarbeiten konnten am Samstag abgeschlossen werden.

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Wegen eines technischen Defekts am Freitagabend, stand die Cabrio-Bahn seit Freitagabend still. 200 Personen mussten mit dem Helikopter evakuiert werden. Wie die Stanserhorn-Bahnen am Sonntag auf Anfrage mitteilten, verlief die Evakuation reibungslos. «Alle 200 Gäste konnten noch vor Einbruch der Dunkelheit vom Berg gebracht werden». Wie Fabienne Huber, Marketingleiterin der Bahn betont, hatte die Sicherheit der Besucher oberste Priorität.

Die Tagesgäste und Besucher des Candle-Light-Dinners, die sich zu dem Zeitpunkt auf dem Berg befanden, hätten die Umstände mit Fassung zur Kenntnis genommen. Huber: «Für einige Besucher war der Flug mit dem Helikopter ein zusätzliches Highlight». Vereinzelte Personen hätten beim Einsteigen in den Helikopter jedoch ein mulmiges Gefühl gehabt: «Personen mit Flugangst wurden betreut. Wir konnten sie durch das Personal coachen und so gut auf den Flug vorbereiten.»

Ein Mitarbeiter der Alpinlift Helikopter AG, die den Einsatz durchführte, schildert die Evakuation als unaufgeregt: «Der Einsatz ist gut organisiert und routiniert abgelaufen».

Zeitnahe Reparaturen, hoher Schaden

Am Samstag wurde der technische Defekt an der Umlenkrolle in der Bergstation behoben. «Die Mängel konnten rasch beseitigt werden. Bereits am Samstagnachmittag konnten wir erste Testfahrten durchführen und hatten sofort ein gutes Gefühl.»
Und weiter teilt Huber mit: «Seit Sonntag fährt die Bahn wieder planmässig».

Die Kosten, die durch Evakuation, Reparatur der Anlage, Materialaufwand und Umsatzeinbussen entstanden sind, belaufen sich nach ersten Einschätzungen der Bahndirektion auf rund 100'000 Franken. «Auch das Candle-Light-Dinner vom Samstagabend musste abgesagt werden», so Huber.

(nob)