Vitznau LU

13. September 2018 14:39; Akt: 13.09.2018 15:08 Print

«Unglaublich, was alles auf dem Seegrund liegt»

Flaschen, Pneus, Plastik und Altmetall: Knapp 1,2 Tonnen Müll haben Abfalltaucher im Vierwaldstättersee gesammelt. Und es hat noch viel mehr davon auf dem Seegrund.

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Idyllisch: Die Gemeinde Vitznau am Vierwaldstättersee. Neben der Schiffstation haben Abfalltaucher vor kurzem eine Cleanup-Aktion durchgeführt. Unter Wasser sieht es jedoch weniger gut aus. Viel Abfall ist dort zu finden. Laut Matthias Ardizzon, Präsident der Abfalltaucher Schweiz, ist nicht nur neuer Güsel dort zu finden. Der Abfall habe sich über lange Zeit dort angesammelt. Zu finden gibt es verschiedene Dinge: Glasflaschen, ... ... Altmetall, ... ... und Plastikmüll und viele weitere DInge. Anfang September haben die Abfalltaucher bei einer Cleanup-Aktion in Vitznau viel Güsel vom Seegrund geholt. Kleinere Teile werden in Kübeln oder auch ... ... in Kartoffelnetze gesteckt und an die Oberfläche gebracht. Grössere Teile werden mit einem sogenannten Hebesack an die Oberfläche gebracht. Rund 15 Taucher und 15 Helfer an Land haben bei der Aktion mitgeholfen. Das Resultat lässt sich sehen: Rund 1200 Kilogramm Güsel wurde vom Seegrund entfernt. Es wird aber noch weitere Cleanup-Aktionen benötigen: «Der ganze Müll hat sich während Jahren dort angesammelt. Wir werden sicher noch einige Cleanups machen müssen, um das alles zu bergen», sagt Ardizzon. Die nächste Aktion findet am Samstag statt. Es sei gut möglich, dass man in diesem Gebiet bei künftigen Aktionen noch Material aus dem zweiten Weltkrieg findet. Der zugemüllte Seegrund stimmt Ardizzon nachdenklich, sagt er. «Andererseits ist es wunderbar zu sehen, wie viele Freiwillige bei den Aktionen mithelfen.» Die Abfalltaucher bei der Arbeit. «Die Arbeit wird uns sicher nicht ausgehen», so Ardizzon. Die Abfalltaucher bei der Cleanup-Aktion bei der Schiffsstation Vitznau.

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«Die Arbeit wird uns sicher nicht ausgehen», sagt Matthias Ardizzon, Präsident der Abfalltaucher Schweiz. Immer wieder ist die Tauchgemeinschaft in Seen unterwegs, um Müll aus dem Wasser zu bergen. Zuletzt im Einsatz waren sie kürzlich in Vitznau: «1,2 Tonnen Abfall haben wir dort aus dem See geholt.»

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Abfall sammelt sich über längere Zeit an

Bei der Clean-up-Aktion Anfang September waren ehrenamtlich 15 Taucher und 15 Helfer an Land im Einsatz. «Es ist unglaublich, was alles auf dem Seegrund liegt», so Ardizzon. Flaschen, Karaffen, Plastikmüll, Vasen, Blechkübel oder gar Leitern und alte Bettgestelle fanden sich auf dem Seegrund. «Kleinere Gegenstände sammeln wir etwa in Kartoffelnetzen, grössere Teile werden mit einem sogenannten Hebesack an die Oberfläche gebracht.»

Nur ein Teil des Güsels stammt laut Ardizzon aus neuerer Zeit: «Der ganze Müll hat sich während Jahren dort angesammelt. Wir werden sicher noch einige Clean-ups machen müssen, um das alles zu bergen.» Es sei gut möglich, dass man in diesem Gebiet bei künftigen Aktionen noch Material aus dem Zweiten Weltkrieg findet.

Abfalltaucher wollen Vorbildfunktion einnehmen

Der zugemüllte Seegrund stimmt Ardizzon nachdenklich. «Andererseits ist es wunderbar zu sehen, wie viele Freiwillige bei den Aktionen mithelfen.» So könne die Tauchgemeinschaft während der Einsätze auch immer wieder Leute für das Thema sensibilisieren. Denn mehr als 700 Kilogramm Kehricht produzieren die Schweizer jährlich pro Kopf. «Viele sind sich gar nicht bewusst, was sie durch ihr Konsumverhalten auslösen.»

So sieht die freiwillige Arbeit der Abfalltaucher aus. (Video: Abfalltaucher Schweiz)


Umso schöner sei es, wenn man Zuspruch von Passanten erhalte. «Es haben sich nach Einsätzen auch schon Leute gemeldet, die ihr Verhalten wegen der Sensibilisierung geändert hätten.» Die Arbeit der Abfalltaucher sei zwar «nur ein Tropfen auf den heissen Stein», so Ardizzon. «Aber aus mehreren Tropfen entsteht irgendwann eine Lache und aus mehreren Lachen irgendwann ein Ozean. Deshalb wollen wir eine Vorbildfunktion einnehmen.»

Eine weitere Clean-up-Aktion findet am Samstag statt. «Dann geht die Arbeit weiter», sagt Ardizzon. Die Kosten für die Abfallmulde, in der das Material gesammelt wird, würden von der Gemeinde übernommen. Lohn erhalten die freiwilligen Helfer nicht, das Mittagessen werde aber vom Hotel Terrasse am See in Vitznau offeriert.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna, AG am 13.09.2018 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kopflos und Ignoranten

    Das verwundert mich nicht, die Schweiz ist schon lange nicht mehr sauber. Da wird alles einfach weggeworfen. Ins Wasser, Wald und Wiese. Mann sollte solche Delinquenten richtig Teuer Büsen.

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  • Gabriela am 13.09.2018 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schämt euch Leute

    Ich finde es total erschreckend, wie die Natur mutwillig zerstört wird.

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  • Patrick Ch. am 13.09.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Finde keine Worte....

    Es gibt da nur ein Wort zu sagen: Beschämend!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nauenen Plagöri am 15.09.2018 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    hmmmm feini feini Wasserli

    Dann noch ein Seewasser Pumpwerk (Natürlich völlig Bedenkenlos bei all den Rückständen, ich lach später)und der Kreislauf schliest sich. Tschädere bum bum.

  • A.Surrer am 14.09.2018 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Falls ihr ein U-Boot

    gefunden habt, dann hätte ich es gerne zurück! Zu meinem 12 Geburtstag hatte ich ein ferngesteuertes (!!) U-Boot erhalten...o.k. ganz genau ein einziges mal konnte ich damit spielen...es ist nie wieder aufgetaucht. ;(

    • Sebi Schlik am 15.09.2018 00:20 Report Diesen Beitrag melden

      Abgedrift

      Liegt nun in der Reuss rum mit all dem anderen Wohlstandsmüll.

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  • T.T. am 14.09.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitmachen

    Wäre noch tolle zu lesen wo man sich melden könnte um mit zu helfen. Da wär ich gern dabei.

    • Präsi Abfalltaucher am 14.09.2018 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @T.T.

      Folge uns auf Facebook und Instagram. Dort gibt es mehr Infos #abfalltaucherschweiz

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  • Zack am 14.09.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt ist kein Mülleimer

    Wann lernen es die Leute endlich, die Welt ist kein Mülleimer!!!

  • Pedro Pedrosito am 14.09.2018 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Bund als Vorbild.Altlasten wie Munition liegen seit Jahren in unseren Seen