SVP-Präsident Kuhn konkretisiert

11. August 2009 12:34; Akt: 11.08.2009 13:03 Print

«Viele linke Frauen strahlen keine Weiblichkeit aus»

Der Stadtluzerner SVP-Präsident René Kuhn schoss im Internet scharf gegen «linke, verlumpte, verfilzte» Frauen. Nun rudert er zurück: Er habe nicht die Frauen im Parlament gemeint, «sondern was einem tagtäglich auf der Strasse begegnet». Seine Stellungnahme macht die Sache nicht wirklich besser.

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«Von linken, ausgelumpten Frauen» titelte Kuhn auf seiner Homepage und zog über die «zahlreichen linken und ungepflegten Frauen» in der Schweiz her (20 Minuten Online berichtete). Nun krebst Kuhn auf seiner Homepage zurück – mit einigen Widersprüchen.

In einer Stellungnahme schreibt er, dass er mit den «zahlreichen linken und ungepflegten Frauen» in seinem Blogeintrag «nur eine kleine Minderheit», «einige linke Frauen» gemeint habe. Er habe auch «nie etwas von schön oder nicht schön geschrieben». Er habe lediglich beklagt, «dass es viele linke Frauen gibt, welche nichts auf ihr Äusseres geben und keine Weiblichkeit ausstrahlen».

Aufregung für Kuhn unverständlich

Sowieso versteht Kuhn die Aufregung von Seite der SP - die mit einer Medienmitteilung auf den Schmäheintrag von Kuhn hinwies - nicht: «Ich meinte nicht einmal die Frauen aus dem Parlament, sondern was einem tagtäglich auf der Strasse begegnet.» Ob diese Konkretisierung, die «verlumpten», «verfilzten», «Vogelscheuchen» in der Schweiz besänftigen wird?

Parteikolleginnen und –kollegen distanzierten sich jedenfalls am Montag von den Äusserungen von Kuhn. «Solche Äusserungen sind für einen Parteipräsidenten völlig inakzeptabel», sagte Rita Gygax, Präsidentin der SVP Frauen Schweiz. Josef Kunz, Präsident der SVP des Kantons Luzerns, kündigte gar mögliche Konsequenzen an: «Wir werden das in der Parteileitung besprechen, allenfalls muss Kuhn mit einem Ausschluss aus der SVP rechnen», so Kunz. Die Parteileitung werde sich am 20. August des Falles annehmen und über die Sache entscheiden. Zuständig für den Ausschluss wäre aber die SVP der Stadt Luzern.

«Wir wollen der anderen Seite nicht noch einen Gefallen machen»

Dort nimmt man die Affäre gelassen: Sekretär Urs Wollenmann sagte gegenüber der SDA, es handle sich um Kuhns Privatmeinung. Massnahmen drängten sich keine auf. «Wir wollen nicht der anderen Seite einen Gefallen machen», sagte er, und spricht von «Gesinnungsterror».

Kuhn selbst verweist in der Stellungnahme auch auf sein Recht, «seine persönliche Meinung zu äussern - nicht nur zu politischen Fragen». Schliesslich vertrete er auf seiner Internetseite nicht die Meinung der SVP, «sondern meine persönliche, private Auffassung». Gegenüber den Medien mochte er diese bisher nicht vertreten und den Schmäheintrag über die «Weiber» ohne «Weiblichkeit», das «Gruselkabinet» und die «Vogelscheuchen» von «Emanzen» löschte er vorsichtshalber.

(amc/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • chris am 11.08.2009 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    yess!!!

    die grünen und linken sozialhühner sehen wirklich zum schreien aus! Man sieht es ihnen wirklich von weitem an, in welche richtung sie ticken. Je schreklicher sie aussehen um so intellektueller und gebildeter fühlen sie sich.IST ABER NICHT SO! Sie sind blöd-studiert und können nicht mehr normal denke

  • peter spelt am 12.08.2009 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    sommerloch

    gääähhn! dem herrn kuhn hat es wohl wegen dem ozonloch eins auf die glatze gebrannt und jetzt fühlt er sich berufen das sommerloch zu stopfen mit seinem gugus. ignorieren ist die einzig vertretbare reaktion.

  • Rolf am 16.08.2009 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es sit Unglaublich..

    Ich finde es Unglaublich wieviele Meinungen hier über Herr Kuhn geschrieben werden. Wenn doch nur 1/4 der hier schreibenden in die Politik gehen würden und genau so Reden wie sie schreiben, dann währen die Titelseiten voll. Herr Kuhn hat recht, schaut mal die Linken und die Grünen an.

Die neusten Leser-Kommentare

  • max muster am 25.11.2009 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    die schweizer frauen

    sind einach viel zu wählerisch, was männer angeht. ich als schweizer mann hingegen achte sehr auf die persönlichkeit, da lässt sich auch gerne mal ignorieren wen frau nicht die idealfigur besizt. ich selbst habe diese übrigens ;) ich denke frauen sind da viel weniger tollerant als männer, auch haben sie eher mühe die persönlichkeit des andern zu akzeptieren.

  • sandra am 18.08.2009 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    kuhn

    lieber herr kuhn herzlichen dank für die information darüber das es stöckelschuhe und pediküre gibt. ich habe mir gleich welche zugelegt. wussten sie übrigens das es neu auch zahnbürsten und zahncreme gibt?! das müssen sie unbedingt testen!!

  • Päuli am 18.08.2009 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    @Annette Liechti

    Liebe Annette, dies ist leider eine falsche Annahme, dass Männer, die keine Schweizerin bekommen, eine Ausländerin heiraten. Meine Meinung betr. Schweizerinnen: grosse Ansprüche, kleine Leistung !!!

  • Hinterberger Andreas am 18.08.2009 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Beiträge zu René Kuhn

    Ich kann Herr Kuhn nur unterstützen. Nach einer Bulgarienreise im Juni 09 machte ich sehr ähnliche Feststellungen. Die Schweizerfrauen sollten sich viel mehr feminin geben. Und dann diese vielen jungen Girls die viel zu fett sind, finde ich sehr schade.

  • e.t. am 17.08.2009 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Weshalb erkenne ich einen SVPler

    aus einer Runde von Politikern auf den ersten Blick? Haben Sie sich das auch schon gefragt? Nicht das sie nicht gepflegt wären. Im Gegenteil. Da ist es bei den wenigen SVPlerinnen schon schwieriger. Meist hübsch und gepflegt würde ich sie rein vom äussern Eindruck eher einer anderen Partei zuordnen.