Werbevideo geht viral

13. Juni 2016 10:21; Akt: 13.06.2016 16:25 Print

«Welcome to de most sentral Hotel in Lücern»

Ein Werbevideo des Hotels Monopol in Luzern ist derzeit viral: Die Internet-Gemeinde lacht darüber, wie die Hoteldirektorin des Monopol die Vorzüge ihres Hauses auf Englisch lobpreist.

Hoteldirektorin Brigitte Heller vom Monopol spricht im Werbevideo direkt zu den Zuschauern und lobpreist ihr Haus auf Englisch - mit starkem Schweizerdeutsch gefärbten Akzent.

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Die Wege des Internets sind unergründlich: Am 14. Mai 2013 stellte das Hotel Monopol ein Werbevideo auf Youtube. Lange Zeit hielt sich das Interesse daran in Grenzen – doch kürzlich wurde es auf Social Media herumgereicht, worauf die Klickzahlen explodierten. Bis Montagmorgen wurde es schon 42'000-mal angeschaut. Zum Vergleich: Ein Video über das Hotel Schweizerhof in Luzern, das auch schon einige Monate online ist, hat gerade mal 423 Views. Und die Monopol-Version auf Deutsch schafft es auch nur auf 2300 Klicks.

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Insgesamt 4053 Teilnehmer

«Dä KäiKäiÄl Költr änd Konväntschen Senter»

Der Grund für das Amüsement der User: Kaum jemand spricht so herrlich schön Schweizerdeutsch-Englisch wie Hoteldirektorin Brigitte Heller vom Monopol. Untermalt von Klavierklängen schwärmt sie in den höchsten Tönen über ihr Haus. Transkribiert wäre dies etwa so wiederzugeben: «Dear Guests, a cordial welcome to Hotel Monopol Lücern, directly ät thä träin stätion änd thä KäiKäiäl Költr änd Konväntschen Senter.»

Brigitte Heller weiss, wie man Aufmerksamkeit für ein Hotel generiert. Vor Weihnachten 2015 hatte sie genug davon, dass asiatische und arabische Gäste am Buffet zu viel schöpfen und dann Berge von Essensresten hinterlassen. Heller mahnte die Gäste mit Schildern auf den Tischen, nur so viel zu nehmen, wie man auch essen mag. Sie hatte gar vor, fehlbaren Gästen Schockbilder von hungernden Kindern zu zeigen.

Die Folgen dieser Aktion: Viele positive Schlagzeilen weltweit, dritter Platz beim Swiss Award in der Kategorie Gesellschaft, eine Einladung zu einer Podiumsdiskussion, die von der Uni Luzern mitorganisiert wurde – und 70 Prozent weniger Essensreste auf ihren Tischen.

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guan Decurtins am 13.06.2016 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geniale Selbstkontrolle

    Der Kameramann muss wohl ein echter Profi sein, dass er sich während der Aufnahmen nicht kaputtlachen muss Mi hättis putzt!

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  • Heiri am 13.06.2016 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich Absicht

    Natürlich ist dieser bewusst überbetonte Akzent Absicht. Und es scheint zu wirken. Meine nicht deutschsprachigen Kollegen, vor allem die Amis und UK'ler, finden den Akzent ungemein charmant. Das Werbevideo erfüllt seinen Zweck.

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  • Erik Büchner am 13.06.2016 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehenswertes Video

    Gewissen Kulturen muss man halt zeigen wie man isst in Europa. Eine Direktorin die so ein Werbevideo ins Netz stellt Hut ab. Das zeigt ihre Natürlichkeit

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Die neusten Leser-Kommentare

  • der Youtuber am 16.06.2016 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch auf Youtube

    Das Video ist immer noch unter dem Titel "Hotel MONOPOL Lucerne At the train station" auf Youtube zu finden! :D

  • M . Pulaj dovoda am 14.06.2016 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    80% der Schweizer reden so

    Warum so lustig ?? 80% der schweizer reden so englisch... sogar die Lehrer in den Schulen die English unterrichten ;)

  • Julia am 14.06.2016 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Video weg!

    Oh nein, sie haben doch tatsächlich das Video von ihrem Kanal genommen. Sehr Schade... Warum hat das Hotel das gemacht?

  • Martial Kohler am 14.06.2016 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Monument !

    Edel, schön, distingue, dort möchte man ein paar Tage verbringen, wie Könige in Frankreich !

  • CountryTec am 13.06.2016 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sich darüber lustig machen ist ja einfach

    Zugegeben, der Akzent ist speziell - aber worauf es ankommt ist ob die Zielgruppe das Englisch verstehen, das Hotel gut finden und anschliessend natürlich buchen. Der Hype hilft garantiert. Und - ja Herr Fischer - hier kommt der Nachwuchs