Luzerner Hotel Schlüssel

03. Mai 2018 12:26; Akt: 03.05.2018 12:26 Print

Öl in der Küche ist schuld an Feuer in der Altstadt

Die Brandursache ist geklärt, die Feuerwehr hat die Löscharbeiten im Hotel Schlüssel in der Nacht abgeschlossen. Zurück bleibt ein grosser Schaden.

Die Situation in der Luzerner Altstadt am Mittwoch.
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Hotel Schlüssel steht in Flammen

In Brand geratenes Öl in der Küche ist schuld am verheerenden Feuer im Luzerner Hotel Schlüssel. Das Gebäude mit einem historisch wertvollen Saal war am Mittwoch durch die Flammen stark beschädigt worden. Die Saaldecke konnte aber gerettet werden.

Die Löscharbeiten wurden in der Nacht auf Donnerstag abgeschlossen. Die Brandursache sei geklärt, teilte die Luzerner Polizei mit. In der Restaurationsküche im ersten Stock habe sich beim Kochen Öl entzündet. Obwohl sofort versucht wurde, das Feuer zu löschen, konnte es sich über die Lüftung ausbreiten.

Grosser Schaden

Weshalb sich die Flammen so schnell in die oberen Stockwerke fressen konnten, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Alle Personen konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Die Bewohner der beiden Nachbargebäude wurden zur Sicherheit evakuiert. Sie konnten zwischenzeitlich ihre Räumlichkeiten wieder beziehen.

Der entstandene Schaden ist gross. Die Schadenhöhe kann zurzeit aber noch nicht beziffert werden. Um 11.50 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden und rückte mit einem Grossaufgebot aus. Der Brand war rasch unter Kontrolle, ein Übergreifen auf die angrenzenden Nachbarhäuser vereitelt.

Hotel Schlüssel steht in Flammen

Handarbeit unter Atemschutz

Beim Löschen mussten die Feuerwehrleute Vorsicht walten lassen. Statt viel Wasser war Handarbeit unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes gefragt. Grund: der untere Teil des Hotels mit Baujahr 1545.

Dort, im ersten Stock, befindet sich ein gotischer Saal mit einer historisch wertvollen Decke. Deswegen steht das Hotel unter Denkmalschutz. Die Decke sollte sich möglichst nicht mit Wasser vollsaugen.

Historisch bedeutsame Teile gerettet

Das ist gelungen, wie Sacha Müller, Leiter der Berufsfeuerwehr, in einem Interview in der Online-Ausgabe der «Luzerner Zeitung» sagte. Die historisch bedeutsamsten Teile des Gebäudes, nämlich das Restaurant im Erdgeschoss und der Borromäus-Saal mit seiner speziellen Holzdecke im ersten Obergeschoss, seien gerettet worden.

Seinen Namen hat der Saal von Karl Borromäus, Kardinal von Mailand. Dieser soll anno 1570 im Hotel Schlüssel beherbergt worden sein. Nach ihm ist auch ein Bündnis genannt, das in Luzern zur Erhaltung der katholischen Konfession in der Eidgenossenschaft geschlossen wurde.

(sda)