Luzern

16. November 2018 15:13; Akt: 16.11.2018 15:13 Print

108 Bäume fallen der Säge zum Opfer

von Daniela Gigor - Die Allee- und Parkbäume müssen gefällt werden, weil sie alt oder durch Krankheiten geschwächt sind, teilweise sind sie auch ein Sicherheitsrisiko.

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Die 108 Allee- und Parkbäume werden in der Stadt Luzern in den nächsten Wochen gefällt, wie die Stadtgärtnerei am Freitag mitteilte. Einzelne Bäume werden ersetzt, weil ihre Art auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten aufgeführt ist. Dabei handelt es sich um gebietsfremde Bäume, die sich in Luzern unerwünscht stark ausbreiteten.

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An den meisten Orten, an denen Bäume gefällt werden, sollen bis im Frühling 2019 Jungbäume gepflanzt werden. Dadurch kann der Baumbestand erneuert und für künftige Generationen gesichert werden.

Säulenpappel am SGV-Steg 1 verfault

Im Detail sind folgende Baumfällungen und Ersatzpflanzungen geplant: Im Alten Friedhof hinter der Hofkirche muss eine grosse Föhre durch einen hochwachsenden Baum ersetzt werden.

Die östliche Säulenpappel am SGV-Steg 1 am Bahnhofplatz zeigt im Wurzelbereich Anzeichen von Fäulnis. Weil an diesem Standort die Sicherheitsansprüche sehr hoch sind, muss der Baum ersetzt werden.

An der Hochrütistrasse beim Fussgängerstreifen zum Spielplatz muss die grosse Eiche gefällt werden. Grund ist ein Pilzbefall, der in der Zwischenzeit so stark fortgeschritten ist, dass die Standsicherheit stark reduziert ist. Als Ersatz wird eine neue Eiche gepflanzt.

Im Bereich der Familiengärten an der Lidostrasse werden an einer Gruppe von Weiden starke Rückschnitte vorgenommen, und ein Baum muss komplett entfernt werden.

Am Rande der Rotseewiese muss aus Sicherheitsgründen ein Ahorn gefällt und etwas versetzt durch einen neuen Baum ersetzt werden.

Auch Quai und Strandbad Tribschen betroffen

Auch entlang des Schweizerhof- und Nationalquais fallen diverse Rosskastanien der Säge zum Opfer, weil die Bäume das Gewicht der Äste nicht mehr zu tragen vermögen. Sie werden ersetzt. Bei mehreren Bäumen kann aber mit der Entfernung von Ästen erreicht werden, dass eine Fällung im Moment nicht nötig ist.

Beim Beginn der Steinhofstrasse muss eine Blutbuche ersetzt werden, die grosse Rindenschäden aufweist und aus diesem Grund die Sicherheit von Passanten gefährdet. Auch hier wird die Stadtgärtnerei für Ersatz sorgen.

Aus Gründen der Sicherheit muss im Strandbad Tribschen eine Säulenpappel ersetzt werden.

Im Wettsteinpark an der Brambergstrasse werden im Bereich des unteren Zuganges diverse Bäume ersetzt, weil sie nicht mehr bruchsicher sind und darum auf die Bahnlinie fallen könnten, die sich in der Nähe befindet.

Und schliesslich muss ein Ahorn vor dem Einkaufszentrum am Zihlmattweg gefällt werden, weil dessen Krone und Äste nicht mehr bruchsicher sind. Als Ersatz werden in der Rabatte zwei neue Wildbirnenbäume gepflanzt.