Mathe-Genie aus Meierskappel LU

31. Juli 2018 05:46; Akt: 31.07.2018 08:53 Print

Max (14) wird der wohl jüngste Student der Uni

Fast drei Jahre musste Mathe-Genie Maximilian Janisch (14) warten, um an der Uni aufgenommen zu werden. Nach dem Bachelor möchte er an die US-Elite-Uni Princeton.

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Bereits mit neun Jahren schloss Maximilian Janisch die Matura in Mathematik mit Bestnoten ab. Er bewarb sich an der ETH mit der Bitte, an den Prüfungen des Studiengangs Mathematik teilnehmen zu dürfen. Die ETH lehnte ab, zumindest eine Immatrikulation war nicht möglich. Stattdessen wurde von der Universität Zürich ein Förderprogramm eigens auf Maximilian zugeschnitten. Seither wird Maximilian von Professor Camillo De Lellis unterrichtet.

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Vor rund drei Jahren suchte Maximilians Vater erneut nach einer Schweizer Hochschule, die seinen hochbegabten, damals elfjährigen Sohn aufnehmen würde – wieder vergeblich. So begann er, an der französischen Universität Perpignan Mathematik-Vorlesungen zu besuchen.

Mit 14 an der Universität Zürich aufgenommen

Fünf Jahre später holte er im Juni 2018 die vollständige Matura im Gymnasium Immensee nach. So wird der Meierskappeler nun mit gerade mal 14 Jahren an der Universität Zürich aufgenommen.

«Anfangs konnte man den Unterschied zu den älteren Mitschülern spüren», sagt er. «Zu Zeiten der Matura fiel der Altersunterschied aber nicht mehr gross auf», sagt der heute 1,81 Meter grosse Maturand.

Mathematik- und Informatik-Studium

Mit seiner schnellen Entwicklung fühlt sich der bald 15-Jährige wohl: «Ich stelle mir das schrecklich vor, wenn ich jetzt noch im Gymi wäre. Ich bin froh, mich endlich auf einen Schwerpunkt zu konzentrieren. Für mich hat das alles zu lange gedauert», schmunzelt er.

Nach den Sommerferien wird das Ausnahmetalent die Universität Zürich besuchen und dort Mathematik und Informatik studieren. Voraussichtlich dürfte er seinen Bachelor 2019 abschliessen – mit erst 15 Jahren. «Mathematik ist einfach elegant und schön», erklärt Maximilian.

Universität Princeton in Sichtweite

Die Universität in Frankreich ist stark auf ihn eingegangen: «Das Studium war ziemlich fordernd, aber es hat Spass gemacht. Die Professoren sind herausragend.» Der damals 12-Jährige konnte in Perpignan im zweiten Studienjahr einsteigen und schloss im achten Semester ab. Diese Studienerfolge werden ihm an der Universität grossenteils angerechnet.

Nach dem Bachelor möchte Max an die Universität Princeton, wo ihn sein Mentor De Lellis weiter fördern will: Der italienische Professor wurde an das Institute for Advanced Study (IAS) in Princeton berufen. Bis heute wurde nur ein Schweizer Wissenschaftler dorthin berufen – Albert Einstein.

Fast in Sichtweite befindet sich die Universität Princeton, an der sich Maximilian bewerben will. «Zudem ist diese Universität im Bereich der Mathematik eine der besten der Welt», sagt er.

(tk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 31.07.2018 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dummes System

    Warum werden in der Schweiz den Begabten so viele Steine in den Weg gelegt? Das ist eine Verschwendung von Ressourcen und frustrierend für die Betroffenen!

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  • Peter Wind am 31.07.2018 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Immer wieder schön, von Max zu lesen. Alles Gute! Toll, dass es neben den unzähligen Meldungen von Yolo-Dudes noch intelligente Menschen gibt.

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  • Lukas am 31.07.2018 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht...

    Es sei ihm gegönnt! Wenn er es kann!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Butch am 31.07.2018 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder...

    Das "Genie" soll doch in Deutschland studieren... Ich persönlich halte ihn nur für einen Angeber. "Mathegenie", wenn der Vater Mathelehrer ist, wow...

    • Jim Knopp am 02.08.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Butch

      Mal abgesehen davon das es in Deutschland genug gleichwertige Universitäten gibt , ist ihr Kommentar ganz schön traurig. Nach ihrer Logik ist der Nachwuchs eines jeden Profisportlers oder oder oder mindestens dazu in der Lage die gleichen Leistungen abzurufen .

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  • Klartext am 31.07.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts besonderes!

    Schon traurig, dass alle glauben der Junge sei ein Genie! Dabei zeigt es nur auf, wie schlecht unser Bildungssystem aufgebaut ist. Mit ein bischen förderung und push der Eltern kriegt man ein Kind bereits in der Primar duch die Matura und mit 14 an die Uni. Das ist nichts spezielles! Das kann jedes Kind mit den gleichen Eltern und Medien im Rücken.

  • P.Moser am 31.07.2018 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fakten

    Er hatte "nur" die Mathe Prüfungen gemacht und daher keine Matura. Ergo absolut richtig dass er nicht zugelassen wurde. Wieso scheint es so wichtig dass er alles im Schnelldurchlauf macht? Zum selbständigen Studieren gehört auch eine gewisse Reife die ein 11-15 jähriger nicht hat. Ich hoffe für ihn, dass bald jemand auf die Bremse drückt und ihn wieder ein Mensch sein lässt. Er hat noch sein ganzes Leben Zeit 5 Doktortitel zu machen und nicht nur bis 20.

    • Barcelona am 31.07.2018 17:11 Report Diesen Beitrag melden

      erst kennen, dann reden

      Kennen sie Max persönlich, dass sie so urteilen können.

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  • Ohh yea am 31.07.2018 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Deutschen in der Schweiz

    Er ist nicht ein Luzerner. SRF hatte vor ein Paar jahren eine Doku über ihn gedreht er ist ein Deutscher er redet nur Hochdeutsch.

    • Anonym am 31.07.2018 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      Logik?

      Und nur weil er Deutsch redet kann er kein Luzerner sein?

    • Jim Knopp am 31.07.2018 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ohh yea

      Genauso wie Einstein einer war .

    • Jim Knopp am 03.08.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anonym 

      Trugschluss . Er hat nirgends behauptet das er deswegen kein Luzerner ist sondern das es in einer Srf Doku erwähnt wird das er Deutscher ist . Das mit der Sprache ist zusätzliche Info , nicht mehr nicht weniger .

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  • Phil Nh am 31.07.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Passt Perfekt

    Fragt ihn doch gleich ob er Lust hat an der Mars Mission 2033 teilzunehmen!

    • franz am 05.08.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Jugend

      der soll man zuerst Kind sein dürfen auch miT Pupertät und in 7 Jahren sieht man weiter

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