Raser verurteilt

22. April 2019 11:25; Akt: 22.04.2019 11:25 Print

Mit 131 km/h durch die 60er-Zone

Ein 32-jähriger Motorradfahrer wollte kurz seinen Töff austesten und raste mit 131 km/h durch die 60er-Zone. Dafür wurde er nun verurteilt.

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Der Töfffahrer musste sich vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten, weil er vor rund einem Jahr in Büron im Kanton Luzern mit seinem Motorrad Gas gegeben und dabei die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h um 71 km/h überschritten hatte.

Laut dem am Sonntag publizierten Urteil wurde der aus Portugal stammende Mann zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Die Fahrt ereignete sich gemäss Anklageschrift bei guter Sicht, trockenen Verhältnissen und schwacher Verkehrsdichte. Der Töfffahrer sei nicht vorbestraft, bagatellisiere sein Verhalten nicht und war laut Anklageschrift kooperativ und geständig.

Hohes Risiko eingegangen

Seine Raserfahrt begründet er damit, dass er seinen Töff kurz habe austesten wollen. Die Staatsanwaltschaft stufte das Verhalten des Mannes als rücksichtslos und unnötig ein. Er sei das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingegangen, auch wenn niemand konkret gefährdet worden sei. Die Freiheitsstrafe von 14 Monaten wurde bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren ausgesprochen.

Hund ungesichert, Waffen und Handy am Steuer

Der Beschuldigte wurde zudem mit einer Übertretungsbusse von 400 Franken bestraft, weil er, als er ein Auto lenkte, ein Mobiltelefon benutzte und auf dem Beifahrersitz einen Hund ungesichert mitführte. Des weiteren machte er sich einer leichten Verletzung des Waffengesetzes schuldig. Er hatte online ein Elektroschockgerät aus China gekauft, obwohl er nicht dazu berechtigt war. Er wurde dafür mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 100 Franken bestraft. Auch hier beträgt die Probezeit zwei Jahre. Zudem muss er Verfahrenskosten von über 5'000 Franken übernehmen.

(sda)