Emmen

22. September 2017 18:32; Akt: 22.09.2017 18:32 Print

15 Asylsuchende stellen Kunstprojekt in Silo aus

«Ich bin hier!» heisst das Kunstprojekt, für das Asylsuchende Werke geschaffen haben, die einen Bezug zu ihren teils traumatischen Lebensgeschichten herstellen.

storybild

Sarwar aus Afghanistan arbeitet an seinem Kunstprojekt, das im Rahmen der Ausstellung «Ich bin hier» im Kunstsilo Emmen entstand. (Bild: Keystone)

Fehler gesehen?

Die zwölf Männer und drei Frauen mit N-Status sind alles Laien – vom Schreiner über den Soldaten, Mechaniker und Optiker bis hin zur Bäuerin und Hausfrau. Sie wurden gecoacht, wie der Projektleiter und Psychologe Lothar Steinke in einer Mitteilung schreibt.

Die Laienkünstler aus Afghanistan, Eritrea und Sri Lanka bearbeiteten Stoff, Leinwand, Holz, Metall, Glas, Lehm und Papier mit Pinsel, Wasser, Feuer, Strom, Farbe, Computer, Händen und Füssen. Die Werke sind zwischen einem und 10 Zentimeter gross und wiegen zwischen 10 Gramm und einer Tonne.

Ausstellung in Scheune und Futtersilos

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 25'000 bis 35'000 Franken. Sie wurden mit Spenden finanziert. Die Ausstellung findet als einmaliges Kunst-Projekt in einer Scheune und zwei zu Ausstellungsräumen ausgebauten Futtersilos statt. Die Vernissage ist am Samstag um 16 Uhr, zu sehen sind die Werke bis am 8. Oktober.

(sw/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Parteilose am 23.09.2017 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Was geht hier ab?

    Kunstprojekt anstatt arbeiten,oder Klavierunterricht geniessen mit unserer Klavierlehrerin?NEIN im ernst.In Bondo gäbe es noch sehr viel zu tun.Einfach nicht normal,was in der Schweiz abgeht.

    einklappen einklappen
  • Innerschwyz am 23.09.2017 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitgefühl

    Fairerweise muss man sagen, dass hier immerhin etwas sinnvolles gemacht wird, statt herumzuhängen... ABER: ich mag asylthemen generell nicht mehr.Mein mitgefühl liegt momentan bei uns luzernern, die kk-vergünstigungen zurückzahlen müssen, keine stipendien mehr erhalten, bibliotheken geschlossen werden und hören müssen, dass wir immer noch auf hohem niveau leben...

    einklappen einklappen
  • Ichwillauch am 23.09.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hey SWISSLOS, lies meinen Kommentar

    Schön. Muss sagen, würde das auch gerne mal machen. Einfach draufloskünstlen. Alles zur verfügung gestellt bekommen, sogar noch instruktionen erhalten. Jup das würd ich echt gerne mal machen. Kann mal jemand Swisslos stressen das sie solch ein Kunst Angebot für Normalos anbieten sollen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • ACP45 am 23.09.2017 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nützlich machen

    Gebt diesen leuten lieber einen besen in die hand. Damit könnten sie im öffentlichen raum etwas machen, was einen nutzen hat. Kommt jetzt nicht mit, die dürfen nicht arbeien. Die dürfen keiner bezahlten arbeit nachgehen. Und das ist gut so. Lohn bekommen sie in form von, kost, logis und medizinischer betreuung. Alles dinge für die wir auch bezahlen.

  • Ali ben Tonne am 23.09.2017 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Was könnte denn das sein?

    "Die Werke sind zwischen einem und 10 Zentimeter gross und wiegen zwischen 10 Gramm und einer Tonne." - 10 Zentimeter gross und wiegt eine Tonne? Nicht im Ernst, oder?

  • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller am 23.09.2017 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst ist...

    Mit freier Kunst kann man ausdrücken was Worte nicht vermögen, besonders dann, wenn man der Sprache des zu Erreichenden kaum mächtig ist. Sie hilft Geschehenes zu verarbeiten und ist ein Tor zur Seele. Nur wer eben jener verlustig ging, sieht den Sinn solcher Aktionen nicht. Kunst ist ein Zeichen der geistigen Freiheit und das pure Gegenteil von Krieg. Kurz: Kunst ist der Wunsch ein Mensch sein zu dürfen. Lasst sie Mensch sein und werdet selber welche.

    • Unterschied am 23.09.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Prof.Dr.Abdul Nachtigaller

      Gut und schön. Aber normale Menschen werden nicht für ihre Kunst bezahlt.

    • Ueli am 23.09.2017 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Prof. Dr. Abdul Nachtigaller

      So so... ich nenne das Geldverschwendung für Privilegierte!

    einklappen einklappen
  • Kann man neidisch sein am 23.09.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    auf ein paar

    Malutensilien, auf Holz, Glas, Metall oder Lehm? Denn das Geld für die Materialien wurde von Private gespendet. Somit gibt es keinen Grund neidisch zu sein. Es wurde niemandem etwas weggenommen und öffentliche Gelder wurden auch keine eingesetzt.

  • Badmann am 23.09.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein gönnen!

    was habt ihr denn für ein Problem?! habt ihr kein eigenes Leben, oder ist euer so schlecht, dass ihr nichts gönnt! wenn es euch mit der Arbeit, oder sonst nicht oasst und alles geschoben wollt, dann meldet euch doch beim Sozialamt. mal sehen wie schön es ist.