Fachklasse Grafik

17. November 2015 14:25; Akt: 17.11.2015 14:25 Print

20'000 Unterschriften gegen die Schliessung

Der Förderverein der Luzerner Fachklasse Grafik hat die Petition gegen die geplante Schliessung der Schule am Dienstag bei der Staatskanzlei eingereicht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Innert 30 Tagen wurden auf Papier und online 20'452 Unterschriften gesammelt – so soll die Schliessung der Fachklasse Grafik verhindert werden. Nun wurden diese der Luzerner Staatskanzlei übergeben.

Die Fachklasse Grafik Luzern ist aus der vor 140 Jahren gegründeten ehemaligen Kunstgewerbeschule «Kunsti» hervorgegangen. Die Schule mit 104 Schülern bietet ein vierjähriges Vollzeit-Studium zum Grafiker an. Bekannte Absolventen der renommierten Institution sind etwa Maler Hans Erni, Kabarettist Emil Steinberger und Manuela Pfrunder., die Gestalterin der neuen Schweizer Banknoten.

Der Förderverein Fachklasse Grafik kritisiert, eine Schliessung der Fachklasse schwäche die Berufsbildung und die Wirtschaft, in der einer professionellen Gestaltung wichtige Bedeutung zukomme. Zudem schade eine Einstellung der Fachklasse, von der kulturelle Impulse ausgehen würden, dem Ruf des Kantons.

Regierung will 1,5 Millionen Franken sparen

Das Kantonsparlament entscheidet in der Session Ende November/Anfang Dezember über die Sparvorschläge der Regierung. Die Bildungskommission sprach sich im Vorfeld gegen eine Schulschliessung aus. Die Luzerner Regierung will mit der sukzessiven Schliessung der Fachklasse ab 2019 1,5 Millionen Franken sparen. Insgesamt sind bis 2019 im Kantonshaushalt Einsparungen in der Höhe von 330 Millionen Franken geplant.

Jugendlichen mit dem Berufswunsch Grafiker stehen laut der Regierung weiterhin mehrere Ausbildungsmöglichkeiten offen. So soll die Grafikbranche mehr Lehrstellen anbieten, schreibt die Regierung in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage von SP-Kantonsrat Marcel Budmiger. Die Zahl der Lehrlinge in diesem Bereich in Luzern lag in den vergangen Jahren bei acht bis zehn pro Jahr. Zu den möglichen Ausbildungswegen zählt die Regierung auch ein Hochschulstudium in Grafikdesign. Zudem gebe es weitere Grafikfachklassen in der Deutschschweiz in Biel, Basel und St. Gallen.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rosmarie am 17.11.2015 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht bei Bildung sparen

    Bei der Bildung zu sparen ist grundsätzlich ein falscher Ansatz. Zumal genau in dieser Branche bereits viele Berufe nicht mehr existieren oder sich komplett verändert haben. Denkt auch an die kommenden Generationen und gebt ihnen eine Chance einen Beruf zu erlernen, der nicht nur notwendig ist sondern auch Freude bereiten soll. Geld ist vorhanden. Teilt es anders ein oder kürzt den Regierenden die Sitzungsgelder. Wer etwas will findet auch einen Weg.

  • Céline am 18.11.2015 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gute Sache die Fachklasse Grafik

    In der heutigen Zeit werden Logos Desings immer mehr gebraucht. Was ist eine Firma ohne ein anständiges und ansprechendes Logo? Auch ich habe unterschriben. Da ich im allgemeinen denke das bei der Ausbildung nicht gespart werden solle. Kreativität bei Jugendliche nimmt ausserdem zunehmend ab. Die Fachklasse Grafik fördert all diese Aspekte, sie bietet den Jugendlichen eine umfangreiche, Qualitativ hochstehende und kreative Ausbildung inklusive Berufsmatura. Somit stehen einem die Türen offen für ein weiterführendes Studium oder man entscheidet sich für den Berufsalltag des Grafikes.

  • Wiral am 17.11.2015 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich die Bonzen zur Kasse bitten

    Wie lange muss es noch dauern, bis endlich Privatvermögen von mehr als 2 Millionen Franken mit dem selben Steuerfuss wie Einkommen besteuert wird? Geld das keiner braucht und nur auf Bankkonten herum liegt wird der Wirtschaft entzogen. Deshalb fehlt das Geld in den Kassen. Und wenn es darum geht an Bildung zu sparen oder die Bonzen endlich wie in allen anderen Ländern auch, mit ordentlich Steuern zu belasten, dann bin ich definitiv für Zweites. Nur ungebildete Menschen wollen an Bildung sparen, denn das was sie selbst nicht haben wollen sie auch den anderen nicht gönnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rögli am 18.11.2015 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Isso

    Also das sind Künstler? Kein Wunder wird diese Schule geschlossen. War zu erwarten da die der Schweiz nichts bringen. Was lernen die da überhaupt? Malen? Für das ein ganzes Studium oder was?!

    • @Rögli am 18.11.2015 18:15 Report Diesen Beitrag melden

      Ironisch gemeint oder nix gelesen ?

      Und hier (zum tausendsten mal) noch für Sie; es sind keine Künstler, sondern Grafiker EFZ mit Berufsmatura, identisch zur Ausbildung in einer Werbeagentur! Wird in einer Werbeagentur den ganzen Tag nur gemalt ?

    einklappen einklappen
  • Céline am 18.11.2015 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gute Sache die Fachklasse Grafik

    In der heutigen Zeit werden Logos Desings immer mehr gebraucht. Was ist eine Firma ohne ein anständiges und ansprechendes Logo? Auch ich habe unterschriben. Da ich im allgemeinen denke das bei der Ausbildung nicht gespart werden solle. Kreativität bei Jugendliche nimmt ausserdem zunehmend ab. Die Fachklasse Grafik fördert all diese Aspekte, sie bietet den Jugendlichen eine umfangreiche, Qualitativ hochstehende und kreative Ausbildung inklusive Berufsmatura. Somit stehen einem die Türen offen für ein weiterführendes Studium oder man entscheidet sich für den Berufsalltag des Grafikes.

  • Daniela Meier am 17.11.2015 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Guter Ansatz

    Kann die Stadt schon verstehen; man muss an allen Ecken sparen, und es gibt wirklich wichtigeres als ebendiese Schule. Klar, bei Bildung sparen ist immer problematisch. Grafiker, die v.a. in der Werbebranche tätig sind, tragen aber schlussendlich nur wenig zum Fortschritt der Schweiz bei, nicht?

    • @Daniela am 17.11.2015 18:25 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wichtig ?

      1. Können Sie mir irgendwas nennen, das sich ohne Grafikdesign verkauft ? Und wenn ein Grafiker nicht in der Werbung tätig ist, dann eben in der Kultur wovon Luzern auch nur profitiert. 2. Grafiker ist heute eine sehr vielseitige, breite Ausbildung die nur wenige grössere Agenturen (zu wenige) in der Zentralschweiz anbieten können. Diese renomierte Schule ist für den Beruf unersetzlich. 3. Bei der Bildung sparen ist natürlich nicht grundsätzlich falsch, bei der Fachklasse Grafik wurde in den letzten Jahren bereits gespart und abgebaut. Bei den horrenden Löhnen der Regierungsräte jedoch nicht.

    einklappen einklappen
  • edding am 17.11.2015 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klasse

    Wenn eine solche Ausbildung so wichtig wäre, gäbe es genügend Lehrstellen. 3 Bekanntheiten und einer davon Komiker...das zieht nicht

  • Rosmarie am 17.11.2015 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht bei Bildung sparen

    Bei der Bildung zu sparen ist grundsätzlich ein falscher Ansatz. Zumal genau in dieser Branche bereits viele Berufe nicht mehr existieren oder sich komplett verändert haben. Denkt auch an die kommenden Generationen und gebt ihnen eine Chance einen Beruf zu erlernen, der nicht nur notwendig ist sondern auch Freude bereiten soll. Geld ist vorhanden. Teilt es anders ein oder kürzt den Regierenden die Sitzungsgelder. Wer etwas will findet auch einen Weg.