Rabatt auf Sex

04. Februar 2020 18:55; Akt: 04.02.2020 18:55 Print

Puff lockt mit «Lochkarte» und akzeptiert Bitcoins

Beim Zuger Luxescort können Kunden von der «Lochkarte» profitieren. Sie müssen 20 Marken sammeln und kriegen dafür eine Stunde Gratis-Sex samt einer Flasche Champagner.

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Jeder kennt sie: die Stempelkarten der Dönerbude um die Ecke. Doch nicht nur in der Gastronomie bewähren sich solche Rabattkarten. Christian Gärtner, Chef des Escort-Anbieters Luxescort aus Zug, kam die Idee, ebenfalls eine solche Rabattkarte anzubieten, als er einmal im Coop einkaufen war und die Punkte des Einkaufs sammelte. «Lochkarte», nannte er seine Stempelkarte. Den Begriff «Lochkarte» habe er sogar als Marke beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum eintragen und schützen lassen, sagte Gärtner auf Anfrage. Dies sei zwar teuer, würde sich aber lohnen.

Eine Stunde Sex und Gratis-Champagner

Laut Gärtner sei das «Bonusprogramm» bei den Kunden der Renner: «Die lieben das Programm und achten auch darauf, dass die Sammelmarken richtig gutgeschrieben werden.» Das Prinzip der Lochkarte ist einfach. Pro 30 Minuten beanspruchter Dienstleistung erhält der Kunde eine Sammelmarke. Sobald der Kunde 20 Marken beisammen hat, profitiert er von einer Stunde Gratis Sex und einer Flasche Champagner.

Das Angebot gilt nicht nur für Stammkunden. «Die Karte kann jeder nutzen», so Gärtner weiter. Aus Diskretionsgründen muss die Lochkarte auch nicht in Papierform im Portemonnaie mitgetragen werden. Die Sammelmarken werden bei der Reservation digital erfasst. Weiter ist die Lochkarte gemäss Gärnter frei übertragbar. Auf der Webseite von Luxescort heisst es: «So können deine Freunde für dich Sammelmarken besorgen.»

Puff gewährt Kredit und nimmt Bitcoins

Die Lochkarte ist nicht die erste Innovation der Firma. 20 Minuten berichtete bereits darüber, dass Stammkunden auf Rechnung bezahlen können. Wer die Rechnung allerdings nicht innert sieben Tagen bezahlt, muss eine Mahngebühr von 20 Franken bezahlen. Die Bezahlung könne neben Bargeld, Kartenzahlung oder per Rechnung auch mit Bitcoins erfolgen, verrät Gärtner.

Zudem ist das Luxescort das erste angemeldete Bordell in der Geschichte des Kantons Zug. Im Januar hat Gärtner sein Etablissement hochoffiziell angemeldet, schrieb der «Tages-Anzeiger». Am 4. Februar habe die Stadt Zug sein Gesuch bewilligt.

(jab)