Neun Festnahmen

29. Mai 2019 11:52; Akt: 29.05.2019 12:01 Print

3500 Pflanzen und 10 Kilo Marihuana sichergestellt

Der Zuger Polizei ist ist ein Schlag gegen ein Drogenhändlerring gelungen. 80'000 Franken, 3500 Hanfpflanzen und 10 Kilo Marihuana wurden sichergestellt.

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Die Zuger Strafverfolgungsbehörden haben zusammen mit weiteren Polizeikorps bei Razzien neun Personen festgenommen. Anlass dazu gab ein seit mehreren Monaten laufendes Ermittlungsverfahren «wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, darunter Handel, Geldwäscherei sowie Betrugsdelikten», teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden mit.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Ehepaar. Dieses wird verdächtigt zusammen mit einer Gruppe von Mittätern in unterschiedlicher Zusammensetzung einen Drogenhändlerring geführt zu haben.

Drei grosse Hanfanlagen ausgehoben

Beim Ehepaar handelt es sich um einen Mann (48) aus Serbien und eine Frau (32) aus Montenegro. Diese wurden am Montag in den frühen Morgenstunden verhaftet. Danach folgten Hausdurchsuchungen in den Kantonen Zug, Luzern, Zürich, Aargau und Bern. Insgesamt wurden an elf Orten Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

In Hünenberg ZG, Luzern und Utzensdorf BE haben die Einsatzkräfte jeweils drei grosse und professionell geführte Hanfindooranlagen entdeckt – über 3500 Pflanzen und zehn Kilogramm konsumfertiges Marihuana wurden sichergestellt. Zudem wurden vier Männer festgenommen, die die Anlagen im Auftrag der Betreiber aufgebaut und bewirtschaftet hatten. Zudem haben die Einsatzkräfte neben den Betäubungsmitteln auch eine Schusswaffe und 80'000 Franken sichergestellt.

Staatsanwaltschaft beantragt Untersuchungshaft

«Bei den Hausdurchsuchungen an den anderen Örtlichkeiten wurden drei weitere Personen verhaftet», heisst es weiter. «Alle neun Beschuldigten wurden der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zugeführt, die ein mehrköpfiges Juristenteam unter Leitung eines fallführenden Staatsanwaltes für diese umfangreichen Ermittlungen eingesetzt hat.»

Einer der Beschuldigten wurde am Dienstag mangels Tatverdacht wieder auf freien Fuss gesetzt. «Für die anderen acht Beschuldigten haben die Staatsanwälte beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt.»

Bei der interkantonalen Aktion wurde die Zuger Polizei on Einsatzkräften aus den Kantonen Schwyz, Luzern, Aargau, Zürich und Bern sowie von der Bundeskriminalpolizei unterstützt.

(gwa)