Angeblich krank

17. Mai 2019 12:45; Akt: 17.05.2019 12:45 Print

43-Jähriger knöpft einer Frau 525'000 Franken ab

Ein Rumäne hat sich mit einer vorgetäuschten Krankheit über eine halbe Million Franken von einer Frau erschlichen. Bei einem Treffen in Zug wurde er verhaftet.

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Eine 60-jährige Frau lernte vor drei Jahren einen Mann kennen. Sie hatte regelmässig Kontakt zu ihm, wie die Zuger Polizei am Freitag mitteilte. Dem 43-Jährigen gelang es, das Vertrauen der Frau zu gewinnen. Er erklärte ihr später, er sei krank und in grossen finanziellen Schwierigkeiten.

Mit dem Vortäuschen fragwürdiger Tatsachen konnte er das Opfer von seiner angeblichen misslichen Lage überzeugen und zum Helfen bewegen. Die Frau zahlte dem Mann von Anfang Januar 2017 bis Mitte März 2019 insgesamt rund 525'000 Franken. Das Darlehen gewährte sie ihm in bar oder mittels Banküberweisungen.

Bei Treffen verhaftet

Schliesslich wurde das Opfer misstrauisch und meldete sich bei der Zuger Polizei. Bei einem Treffen im März klickten die Handschellen und der Beschuldigte wurde festgenommen. Anfänglich bestritt der Rumäne, strafbare Handlungen begangen zu haben, verstrickte sich jedoch zunehmend in Widersprüche.

Er gestand schliesslich, das erhaltene Geld nicht für die angegebenen Zwecke, sondern für seine persönlichen Bedürfnisse verwendet zu haben. Er muss sich wegen Veruntreuung vor der Staatsanwaltschaft verantworten und befindet sich bereits im vorzeitigen Strafvollzug.

(tst)