Entlebuch

31. August 2018 16:42; Akt: 31.08.2018 16:42 Print

6-Jähriger findet über 400 Jahre altes Ochsenhorn

Dem Natur-Museum Luzern wurde ein sensationeller Fund geschenkt. Gefunden hatte das Horn eines Auerochsen der 6-jährige Sandro aus Buchrain.

storybild

Der 6-jährige Sandro fand in den Sommerferien das mindestens 400 Jahre alte Horn eines Auerochsen: Hier präsentiert er es stolz mit seiner Schwester Tisha (8) im Natur-Museum Luzern. (Bild: naturmuseum.ch)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den vergangenen Sommerferien machte der 6-jährige Sandro Huser aus Buchrain am Fuss des Schimberig im Entlebuch einen ausserordentlichen Fund. Im Bachbett der Grossen Entle entdeckte er einen sonderbaren «Ast». Nach genaueren Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich bei diesem «Ast» um den Überrest eines ausgestorbenen Urrinds handelt.

Bereits am Fundort kamen die begleitenden Eltern zum Schluss, dass es sich um ein zerbrochenes Horn vielleicht von einem Steinbock handeln könnte. Sie brachten den Knochen zur Bestimmung ins Natur-Museum Luzern, wo er dank vergleichbaren Objekten in der Sammlung von den Fachleuten als Überrest eines Auerochsen (Bos primigenius) bestimmt werden konnte.

«Es gibt nicht viele derartige Funde im Kanton Luzern»

Dieses Urrind war der wild lebende Vorgänger unserer heutigen Rinder und starb vor rund 400 Jahren aus. Der vorliegende Hornzapfen eines jüngeren Auerochsen-Bullen wurde demnach schon vor einigen hundert Jahren im Bachlauf der Grossen Entle abgelagert und ist jetzt bei Niedrigwasser wieder zum Vorschein gekommen. «Es gibt nicht viele derartige Funde im Kanton Luzern», sagt Benedict Hotz, stellvertretender Direktor des Natur-Museums Luzern. Es handle sich um einen Einzelfund. «Es ist gut möglich, dass dieses Horn älter als 400 Jahre ist», so Hotz.

Das ganze Tierskelett sei aber schon vor Langem in alle Winde zerstreut worden – weitere Knochen liessen sich trotz intensiver Suche keine mehr finden. Die Familie des glücklichen Finders überliess den Sensationsfund dem Natur-Museum Luzern, wo das Horn jetzt als «Objekt des Monats September» zu bewundern ist.

(tk)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.Furrer am 31.08.2018 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation!

    Herzliche Gratulation Sandro, für diesen tollen Fund! Wie wäre es, wenn Sandro und seine Familie eine lebenslängliche Eintrittskarte für das Natur-Museum erhalten würde?

    einklappen einklappen
  • MonaRei am 31.08.2018 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannend!

    Es ist immer schön, wenn Leute mit Interesse und offenen Augen durch die Welt ziehen! Ganz toll gemacht der Junge und seine Eltern!

  • Cleo am 31.08.2018 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Herzlicher Glückwunsch zum seltenen Fund

Die neusten Leser-Kommentare

  • sepp ochsenfrosch am 01.09.2018 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kann es sein :

    War sicher im Bundeshaus ! Liegen in Mengen rum ?

  • Typhoeus am 01.09.2018 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unter Politikern

    nich heute zu finden.

  • Paläo am 31.08.2018 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    Erkennen ist fast schwieriger als finden

    Wir alle haben vielleicht schon mal etwas richtig Wichtiges, Altes gefunden. Die Schwierigkeit besteht aber darin, es als wichtig oder alt zu erkennen. Wer kann schon einen Faustkeil von einem normalen Stein unterscheiden? Oder wer hätte diesem Horn einen zweiten Blick gegönnt? Die meisten von uns hätten es als Aststück betrachtet, wenn es nur so am Boden liegt.

  • simisa am 31.08.2018 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade! Zum racial profiling in Basel hat es wieder einmal keine Möglichkeit für Kommentare!

  • Au ein Hornochse am 31.08.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgestorben? Ausgerottet!

    Dieses Urrind war der wild lebende Vorgänger unserer heutigen Rinder und starb vor rund 400 Jahren aus. Wurde ausgerottet trifft die Sache wohl besser.

    • Moritz Decker am 31.08.2018 20:41 Report Diesen Beitrag melden

      Genau!

      Sie haben recht! Jemand sollte nun rasch die Verantwortung dafür übernehmen und von irgend etwas zurücktreten!

    • Ausgestorben Ist Ok am 01.09.2018 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Moritz Decker

      Wie wäre es denn mit dem amerikanischen Präsidenten?

    einklappen einklappen