Zugersee Ost

09. Juli 2019 15:17; Akt: 09.07.2019 15:17 Print

62 Tonnen Stahl für mehr Bahnkapazität

Die Strecke am Ostufer des Zugersees wird zu einer Doppelspur ausgebaut. Am Dienstag gelang mit dem Einsetzen einer Brücke der erste Meilenstein.

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Hart wird gearbeitet auf der Bahnstrecke zwischen Zug und Arth-Goldau: Auf einer Länge von 1,7 Kilometern wird dort die Einspurstrecke abgebrochen. Ersetzt wird sie durch eine Doppelspur: «Züge können sich künftig auf einer Strecke von knapp 2,2 Kilometern kreuzen», teilte die SBB mit.

«Dies erhöht die Kapazität und erlaubt einen stabileren Fahrplan.» Durch den Umbau werde die Linienführung optimiert und besser in die Landschaft eingepasst.

Am Dienstag nun wurde das Sagenbachviadukt um eine zweite Brücke ergänzt: Der wetterfeste Stahlträger ist 35 Meter lang, vier Meter breit und hat eine Höhe von 1,9 Metern. Das Gewicht: 62 Tonnen. Dazu war viel Maschinenkraft nötig: Zwei Schienenkräne hoben den 62-Tonnen-Stahlträger an seinen Bestimmungsort. Laut SBB ein «erster Meilenstein» für den Doppelspurausbau.

Ersatzverkehr wird optimiert

Seit dem Start Bauarbeiten vor vier Wochen fahren Züge nach einem Ersatzfahrplan. Dieser habe sich in den ersten zwei Wochen gut bewährt. Aber: «In den letzten zwei Wochen hatten jedoch verschiedene Einflüsse, insbesondere verspätete EC-Züge, sowie Störungen an Fahrzeugen und an den Bahnanlagen negative Folgen auf die Pünktlichkeit.» Betroffen war der Raum Zentralschweiz, Auswirkungen gab es auch auf die Gotthard-Achse.

Deshalb sei auch die Zuger Stadtbahn weniger pünktlich gefahren und Anschlüsse an die S-Bahnen in Rotkreuz konnten nicht eingehalten werden. Auch in Bellinzona konnten Anschlüsse zwischen Regio- und Fernverkehrszügen nicht immer gewährleistet werden. Zu Beginn der Sperrung kam es auch zu Fehlern im Reservationssystem und zu falsch berechneten Billettpreisen.

Die SBB entschuldigt sich dafür: Man beobachte die Situation und setze laufend Massnahmen zur Verbesserung der Fahrplanstabilität um.

(gwa/sda)