Zug

10. Februar 2011 15:10; Akt: 10.02.2011 21:30 Print

63 Millionen für Zuger Verkehr

Der Kanton Zug erhält aus dem Infrastrukturfonds des Bundes über 60 Millionen Franken für den Ausbau des Agglomerationsverkehrs. Die Auszahlung erfolgt auf der Grundlage des Agglomerationsprogrammes «Verkehr und Siedlung» und einer Leistungsvereinbarung.

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Die Liste dieses Agglomerationsprogramms des Kanton Zug enthalte Gesamtinvestitionen von 158 Millionen Franken (Kostenstand 2005), wie die kantonale Baudirektion am Donnerstag mitteilte. Daran werde sich der Bund mit 63,2 Millionen Franken beteiligen.

Davon entfallen 22,8 Millionen Franken auf den Ausbau des Zuger Bussystems, 1,5 Millionen auf den Bau der neuen S-Bahn-Haltestelle Rigiblick sowie 2,1 Millionen Franken auf Veloinfrastrukturen. 35,9 Millionen Franken erhält der Kanton für zwei Abschnitte der Umfahrung Cham-Hünenberg. Mit 900 000 Franken unterstützt der Bund zudem ein Parkleitsystem in der Stadt Zug.

Der Infrastrukturfonds des Bundes besteht seit 2008. Daraus können Massnahmen für den Agglomerationsverkehr unterstützt werden. Um davon profitieren zu können, mussten die Kantone ihre Projekte in einem Agglomerationsprogramm «Verkehr und Siedlung» zusammenstellen und den Bundesstellen bis Ende 2007 zur Prüfung einreichen.

Neues Programm in Vorbereitung

Dem Zuger Agglomerationsprogramm attestiere der Bund eine gute Gesamtwirkung, wird Baudirektor Heinz Tännler (SVP) in der Mitteilung zitiert. Er habe sich deshalb entschieden, sich an den Kosten der Projekten mit 40 Prozent zu beteiligen. Eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Zug habe Bundesrätin Doris Leuthard vor wenigen Tagen unterzeichnet.

Der Bund will gestützt auf das Infrastrukturfondsgesetz auch in Zukunft Massnahmen zur Lenkung der Siedlungsentwicklung und der Verbesserung von Verkehrsinfrastrukturen unterstützen. Er hat deshalb die Kantone eingeladen, bis Mitte 2012 beitragsfähige Vorhaben erneut in Agglomerationsprogrammen zusammenzustellen.

Laut Baudirektor Tännler will der Kanton Zug diese Chance nutzen. Die Baudirektion sei mit Hochdruck daran, zusammen mit den Standortgemeinden von kantonalen Verkehrsprojekten ein neues Programm zu entwickeln.

(sda)