Strassensperrung

07. Oktober 2019 17:22; Akt: 07.10.2019 17:22 Print

Am Axen soll rasch eine Übergangslösung her

von Daniela Gigor - Die Axenstrasse wurde nach einem Murgang schon wieder gesperrt. Nun fordert nun die Urner FDP eine Übergangslösung, weil der Güter- und Personenverkehr leide.

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Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am Axen wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert ist noch nicht bekannt. Mehrere tausend Kubikmeter Gestein sollen sich laut Astra gelöst haben. Teilweise stürzte der Murgang bis in den Urnersee. Personen wurden dabei keine verletzt. Einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze wurden beschädigt. Die Strasse trug keinen Schaden davon. Wegen dem Wetter können weitere Steinschläge sowie Murgänge erwartet werden. Daher ist das Betreten des Gebiets zu gefährlich. Die Zufahrten aus Richtung Nord bis Sisikon und Riemenstalden und aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte sind möglich. Es wird empfohlen, die Signalisationen zu beachten und die gesperrte Axenstrasse grossräumig zu umfahren oder auf Züge der SBB auszuweichen. Ruedi Cathry, Präsident der FDP Uri, fordert nun, dass schnellstmöglich Übergangslösungen an der Axenstrasse geschaffen werden. Ab dem 28. Juli 2019 war die Axenstrasse nach einem Steinschlag gesperrt. Am Freitag, 13. September wurde die Strasse wieder für den Verkehr geöffnet. Nun ist sie erneut zu. Ein zwölf Tonnen schwerer Stein war am 28. Juli über die Strasse gestürzt. Seither war der Abschnitt der A4 zwischen dem Kreisel Flueelen und der Abzweigung Wolfsprung südlich von Brunnen SZ aus Sicherheitsgründen gesperrt. Bei den Arbeiten nach dem Felssturz kamen auch Helikopter zum Einsatz. Die Untersuchungen des betroffenen Gebiets zeigten, dass sich gegen 120'000 Kubikmeter Schuttmaterial im Gumpischtal abgelagert hatten – das entspricht einer Menge von 1200 Lastwagenladungen. Es kann zu erneuten Steinschlägen kommen, weshalb ein Warnsystem mit Ampeln installiert wurde. Schutz vor Steinschlägen ist nötig: Ein stützenloses Betondach bei der Axenstrasse in Sisikon. Betonelemente stabilisieren die Felswand über der Axenstrasse bei Brunnen. Bereits im Januar war die Strasse nach einem Steinschlag gesperrt. Beim Südportal der Galerie Zingel hatte sich rund zehn Meter oberhalb der Strasse ein Felspaket gelöst und war auf die Fahrspur gekracht. Schon am Stephanstag im Dezember 2018 kam es zu einem Felssturz. Auch 2017 kam es entlang der Strasse zu einem Steinschlag. Damals stürzten rund 1000 Kubik Fels ab.

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Die Axenstrasse bereitet den Anwohnern Sorge: Bereits Ende Juli war die Strasse zwischen Flüelen und Sisikon für Wochen gesperrt, weil sich Steinbrocken gelöst hatten. Für den Verkehr freigegeben wurde die Strasse erst am 13. September. Sie blieb allerdings nicht lange geöffnet: Bereits am 3. Oktober musste die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres wieder gesperrt werden, weil ein Murgang niederging und mehrere tausend Kubikmeter Gestein auf die Strasse stürzten.

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Sperrung schadet Interessen des Kantons Uri

Dieses Naturereignis ruft nun die Urner FDP auf den Plan. Wie die Partei am Montag mitteilte, «ist diese Situation so nicht tragbar.» Sie sei besonders für die volkswirtschaftlichen Interessen des Kantons Uri und für die Wirtschaft schädlich. Ausserdem sei die Sperrung für die vielen Pendler, das Gewerbe und für die Bevölkerung von Sisikon eine grosse Belastung.

«Bis der neue Axentunnel eine hoffentlich definitive Lösung
bringt, dauert es noch viele Jahre», teilt Ruedi Cathry, Präsident der FDP Uri, weiter mit. Wegen der noch hängigen Einsprachen sei noch völlig ungewiss, zu welchem Zeitpunkt mit dem Bau gestartet werden könne.

Darum fordert die Urner FDP, dass für die Zeit bis zur Eröffnung der neuen Axenstrasse «wenn immer möglich mit einer baulichen Übergangslösung die permanente Verfügbarkeit der Axenstrasse sichergestellt wird.» Als mögliche Variante kann sich die FDP diese mit einer zusätzlichen geschützten Notbrücke und einem geschützten Viadukt an die bestehende Brücke oder einen Kurztunnel vorstellen. Diese Übergangslösung soll ohne Änderung des Projektes Axentunnel gefunden werden, um nicht das laufende Bewilligungsverfahren zu gefährden oder weiter zu verzögern. Gleichzeitig wird gefordert, dass die Verfahren zur Genehmigung der neuen Axenstrasse beschleunigt werden.

Auch Einsprachen sollen zurückgezogen werden

Von der Urner Regierung wird erwartet, dass sie möglichst rasch handelt. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz geschehen. Falls es nötig sein sollte, müssten auch die indirekt betroffenen Kantone Nid- und Obwalden sowie Luzern ins Boot geholt werden, um beim Bundesrat vorstellig zu werden.

Im weiteren fordert die Urner FDP das Axenkomitee auf, ihre Einsprachen sofort zurückzuziehen, damit möglichst schnell mit dem Bau des Axentunnels gestartet werden könne. Die Bauvorsteher der Kantone Uri und Schwyz waren am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Einhornjäger am 07.10.2019 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einsprache

    Es ist Zeit das Beschwerderecht zu ändern, bei solchen Bauten sollte das öffentliche Interesse höher gewertet werden als die Interessen einzelner Personen. Auch das Verbandsbeschwerderecht sollte noch einmal überdacht werden.

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  • meno am 07.10.2019 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    ganz easy

    einfach mit deme bau beginnen, einsprachen hin oder her. und die einsprecher sollen bitte das gebiet verlassen.

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  • Autofahrer Kt. Luzern am 07.10.2019 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axentunnel bauen

    Ich denke ihr sollten endtlich den Axentunnel bauen damit der Umfahrungsverkehr über Luzern nicht mehr nötig ist. ( Stau am Lopper und Nadelöhr Verzweigung Rathausen. Ihr glaubt ja nicht dass ihr mit ewigen Notlösungen das Problem gelöst ist, weil in Zukunft die Bergstürze sich häufen. (Permafrost) Das gleiche passiert auch am Gotthard. Am Gotthard ist es eher für die Verkehrssicherheit 2. Tunnelröhre ( immer wieder Frontalkollisionen) Zur Axenstrasse sollen denn die jenige die im Kt. Uri oder Kt. Tessin arbeiten immer wieder so grosse umweg machen und so unnötig CO2 produzieren, und zudem schadet dass den Geschäften in Brunnen Sisikon evtl. auch Flüelen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Brunnen am 08.10.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seeweg

    Seeweg ist eine Lösung aber nur P Verkehr.Autlbahn A2 Rissenchaos hat sehr grosse Auswirkungen!!!Stau Lober auch noch.Für Tourissmuss gut.Mann sollte die SGV anfragen ob sie den Herst Plan 1-2 Schiff Verlängern Saisson ist sehr gut und Zuverlässig Schiff.

  • Strasse am 08.10.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axen

    Nur ein Tunnel dauert Jahre die Planung Vergabe und und Wir wissen ob der Fels drin Stabil also.Aber da SBB immer auch Aussfälle hat ist der Zug auch Fast keine Lösung Sofern mann aus Erstfeld immer nach Flüelen Fahren muss weil die SBB nicht im Stande ist und die Regirung S2 nsch Erstfeld zu Bestellen oder Fahren.Lachhaft.

  • alice am 08.10.2019 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Brücke

    habe schon eine Notbrücke über einer Strasse gesehen die als Dach diente ?wurde mit Heli hingestellt in Spanien die fängt das Kies auf wo vom Berg her kommt?vieleicht eine Jdee?

  • Subito am 08.10.2019 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axen

    Der ÖV wie Strasse überall nur Proplem und Chaos.Am Axen muss schnell ein Lösung her.LKW umfahren Teuer.

  • Zuersee Spere am 08.10.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axen nur Propleme

    Wär hat den Bahnerstz wohl Ausgedacht zum Glück Axen Zu S2 muss Fahren von mir aus noch Monaten.So etwas Sinnloses mit Bus nach Brunnen zu Fahren Pure Frechheit von der Poltik in UR und SZ.