Hangsanierung in Luzern

17. Februar 2011 21:17; Akt: 17.02.2011 21:18 Print

Am Gütschhang werden 520 Bäume gefällt

Um die Anwohner am Gütschhang in Luzern zu schützen, werden im März 520 Bäume gefällt. Es handelt sich um eine vorgezogene Massnahme eines Schutzbautenprojektes. Die Kosten belaufen sich auf rund 2 Mio. Franken, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

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Instabil: Der Gütschhang. (Stadt Luzern)

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Der instabile Hang am Gütschhügel an der Baselstrasse ist schon länger bekannt. Auch gab es schon mehrere Rutsche. Zahlreiche Bäume sind in schlechtem Zustand, zu gross oder aus dem Lot gewachsen. Der Wald kann so seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen.

Vom 14. bis zum 23. März werden nun vorgezogene Massnahmen für die definitiven Schutzbauten durchgeführt. Dabei wird der Hang kahl geschlagen. Die Bäume werden mit einem Helikopter ausgeflogen. Am Hangfuss wird ein provisorisches Sicherheitsnetz gegen fallende Holzteile und Steine montiert.

Bis im Frühling 2012 werden am Hang junge Bäume und Sträucher gepflanzt. Damit soll sichergestellt werden, dass ein durchmischter Wald entsteht, der den Hang mit seinen Wurzeln stabilisiert.

Sicherheit der Anwohner

Um die Sicherheit bei den Arbeiten im März zu gewährleisten, kontrolliert der Zivilschutz die Absperrung der Wege und Strassen. Die Anwohner seien über die Gefahren und über Verhaltensregeln informiert worden, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Kosten für die vorgezogenen Massnahmen belaufen sich auf rund 2 Mio. Franken. Daran beteiligen sich Bund und Kanton mit 60 Prozent, die Stadt mit 10 Prozent. Den Rest tragen die Eigentümer der betroffenen Liegenschaften.

Für die definitiven Schutzbauwerke wird zurzeit ein Vorprojekt erarbeitet und dem Kanton sowie dem Bundesamt für Umwelt vorgelegt. Es ist geplant, bis Frühling 2012 mit dem Bau zu beginnen.

(sda)