Rauchverbot

06. März 2011 23:00; Akt: 06.03.2011 21:40 Print

An den Bällen gilt Narrenfreiheit

An der Luzerner Fasnacht herrscht Narrenfreiheit. An Bällen gilt das auch für das Rauchverbot. Nicht so an der Strassenfasnacht: Hier greifen die Beizer streng durch.

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In der Stadt halten sich die Fasnächtler an das Rauchverbot – anders als an den Bällen auf dem Land. (Foto: nop)

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Fasnächtler lassen sich das Rauchen an den Bällen nicht verbieten – so etwa an der ­Fäger-Fägete am Freitag in Wolhusen: «Am Anfang haben sich die Leute noch an das ­Verbot gehalten, je später der Abend aber wurde, desto mehr wurde auch drinnen geraucht», so eine Ballbesucherin. Das bestätigt auch Urs Brügger, Präsident der Guuggenmusik Weidfäger, die zum Ball geladen hatte. «Wenn einer anfängt zu rauchen, ziehen die anderen mit – das ist wie eine Kettenreaktion.» Bei 5000 Besuchern habe man mit der Zeit – trotz aufgehängter Verbotsschilder – keine Chance mehr gehabt, dagegen anzukämpfen.

Ähnlich lief es am Oelibrönner-Ball in Gunzwil, am Beromüügger-Ball in Beromünster und an der Vikinger-Powernight im Schweizerhof Luzern. «Gegen 4 Uhr morgens mussten wir vereinzelte Gäste zum Rauchen rausschicken», bestätigt André Müller, Restaurantmanager im Schweizerhof.

Anders ist die Situation an der Luzerner Strassenfasnacht. Wie eine Umfrage unter Beizern zeigt, hielten sich die Fasnächtler am Schmudo an das Rauchverbot. Selbst in den berüchtigten Festtempeln Unter der Egg wurde nicht illegal gequalmt: Die Restaurants Schiff, Rathaus Brauerei und Pfistern blieben auch zur ­späten Stunde trotz ausge­lassenem Feiern noch rauchfrei.

(ber/mer)