Weibliche Strassen

08. Mai 2019 12:19; Akt: 08.05.2019 12:19 Print

Aus der Herrengasse soll die Frauengasse werden

Das Frauenstreik-Komitee des Kanton Schwyz fordert die Bevölkerung dazu auf, männliche Strassennamen durch weibliche zu ersetzen.

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Aus der Herrengasse in Schwyz soll die Frauengasse werden: Das fordert ein Frauenkomitee aus dem Kanton Schwyz. Am 14. Mai, einen Monat vor dem nationalen Frauenstreik, rufen die Frauenrechtlerinnen die Bevölkerung dazu auf, im eigenen Dorf männliche durch weibliche Strassennamen zu ersetzen. Der öffentliche Raum solle so weiblicher werden.

Bereits jetzt sei die Aktion in mehreren Gemeinden geplant. Laut dem «Bote.ch» planen Freienbach, Lachen, Sattel und Schwyz eine Umbenennung der Strassen. In den Ortschaften gäbe viele «männliche» Strassen, die umbenannt werden könnten. So soll aus der St. Martinstrasse, die St. Martinastrasse und aus der Schützenstrasse die Schützinnen-
strasse werden.

Die Umbenennung der Strassen sorgt für Diskussionen. Denn streng genommen müsste dann aus der Chlausjägerstrasse in Küssnacht die Chlausjägerinnenstrasse werden, berichtet der «Bote» weiter. Aber das Chlausjagen ist bis heute ausschliesslich ein Männerbrauch bei den Erwachsenen.

Frauen seien weniger sichtbar

Die Aktion zu weiblichen Strassennamen ist nicht neu. Am 8. März, also am Weltfrauentag, taufte die Unia Strassenschilder in Zürich um. Aus der Erismannstrasse, wurde die Erisfraustrasse. Denn von den 447 Strassen, die nach Prominenten benannt seien, würden nur 54 weibliche Namen tragen. Das ist laut den Aktivistinnen ein typisches Zeichen dafür, dass Frauen in der Öffentlichkeit weniger sichtbar seien als Männer.

(mik)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De Casti am 08.05.2019 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer das ernst nimmt...

    Neu: 1. April das ganze Jahr. Da kann ich über solche Nachrichten nur noch lachen.

  • Patrick am 08.05.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichstellung

    Die Ironie daran ist, dass die Forderung selbst diskriminieren ist, indem nur eine Seite hervorgehoben wird. Mit Gleichstellung hat das wenig zu tun. Man muss bei den Ursachen anfangen und nicht versuchen die Wirkung zu verfälschen. Bestes Beispiel dazu sind Frauenquoten zu verlangen. Das ist diskriminierend, weil sie nur einer Seite ein Recht zugesteht und damit keine Gleichheit schafft.

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  • Sünneli am 08.05.2019 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dämlich (von Dame!?)

    Sorry, aber ich als Frau finde solche Aktionen einfach nur "dämlich" und ja, nicht "herrlich"!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • El perro am 09.05.2019 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterdrückung

    Wir Männer müssen aufstehen und uns gegen unsere Unterdrückung wehren!

  • mark am 08.05.2019 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    problem?

    da sieht man es mal wieder. die schweizer haben keine richigen probleme! wir müssen probleme suchen und finden dann nutzlose dinge die wir zum problem " ernennen".

  • Motzki am 08.05.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Frauenfeld?

    Und was wird dann aus Frauenfeld, Marienbad, dem Fraumünster, der Luisenstrasse, dem Viktoriaplatz, wer hilft uns beim Pfaffensteig - und wer bisher am Carl-Lutz-Weg wohnte muss sich (historisch seltsam) an Carla-Lutz-Weg gewöhnen??!

    • MuRo am 09.05.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motzki

      Sehr cooler Kommentar :-)

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  • Phil am 08.05.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Alles klar...

    ...und dann fragen sich solche Organisationen wirklich noch warum man Sie nicht für voll nimmt?

  • MenschmitZipfel am 08.05.2019 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Frage an Feministininininininen

    Was hat "alles für die Frau und alles gegen den Mann" mit Gleichstellung zu tun?