Nach Steinschlag

12. September 2019 11:03; Akt: 12.09.2019 11:04 Print

Axenstrasse geht am Freitag wieder auf

Mehr als sechs Wochen war die Axenstrasse nach einem Steinschlag gesperrt. Nach umfassenden Arbeiten geht die Strasse am Freitag wieder auf.

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Autofahrer dürften aufatmen: Am Freitag wird die Axenstrasse wieder für den Verkehr geöffnet. Ende Juli war die Strasse nach einem Steinschlag gesperrt worden.

Die Untersuchungen des betroffenen Gebiets zeigten, dass sich gegen 120'000 Kubikmeter Schuttmaterial im Gumpischtal abgelagert hatten – das entspricht einer Menge von 1200 Lastwagenladungen. «Witterungsprozesse wie Regen und Wind können dazu führen, dass weitere Blockabstürze und Murgänge ausgelöst werden, welche Auswirkungen bis auf die Axenstrasse haben können», teilt das Bundesamt für Strassen Astra mit.

«Unmittelbare Gefährdung beseitigt»

Seit der Sperrung wurden «Felsblöcke gesprengt, Steinschlagschutznetze montiert und eine Überwachungs- und Warnanlage» installiert. «Mit diesen Massnahmen konnte
die unmittelbare Gefährdung beseitigt werden.»

Der Steinschlag oberhalb der Axenstrasse aus der Luft (Video: Valentin Luthiger)

Die Überwachungsanlage registriert Murgänge und Felsmassen, die sich in Bewegung setzen: Sollte dies erneut der Fall sein, wird die Strasse automatisch mittels Ampeln gesperrt. «Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden, zu ihrer eigenen Sicherheit die Lichtsignalanlage beim Gumpischtal zu beachten und die Strasse bei Rot in keinem Fall zu befahren», warnt das Astra.

Erneute Sperrungen nicht ausgeschlossen

Die Strasse müsse nach einem Abbruch innert kurzer Zeit geräumt sein: «Das heisst, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Mofas, Velofahrende, Fussgängerinnen und Fussgänger dürfen den Bereich nicht queren. Aus Sicherheitsgründen bleibt auch der Weg der Schweiz im gefährdeten Gebiet weiterhin gesperrt.»

Nach der Sperrung werde beurteilt, wie viel Gefahr besteht. Wenn Bewegungssensoren in den Schutznetzen nichts detektieren, wird die Strasse nach kurzer Zeit wieder freigegeben. Sollten es aber der Fall sein, dass Steine in die Schutznetze prallen, dann bleibt die Strasse geschlossen: Fachleute müssen dann das Gebiet untersuchen. Wenn dies passieren sollte, wird der Verkehr via Seelisberg umgeleitet. Das Astra vermeldet schon jetzt: «Es kann
nicht ausgeschlossen werden, dass die Strasse in einem solchen Fall wieder für längere Zeit geschlossen bleiben muss.»

In den nächsten Monaten werden weitere Steinschlagschutznetze installiert und Sprengungen durchgeführt. Die Überwachungsanlage dürfte trotzdem noch mehrere Jahre in betrieb sein, schätzt das Astra.

SMS-Dienst

Die Sperrungen werden mit dem SMS-Dienst des Kantons Uri kommuniziert. Für die Anmeldung ist ein SMS an 079 711 20 40 zu senden, Stichwort «Start Axen». Die Anmeldung kostet einmalig 20 Rappen, danach ist der Dienst gratis.

(gwa)