Fachleute sind vor Ort

03. Oktober 2019 15:59; Akt: 03.10.2019 15:59 Print

Axenstrasse wieder mehrere Wochen gesperrt

Am späten Mittwochabend ereignete sich oberhalb der Axenstrasse in Sisikon UR ein Murgang. Mehrere tausend Kubikmeter Gestein prallten auch auf die Strasse.

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Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am Axen wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert ist bisher noch nicht bekannt. Mehrere tausen Kubikmetere Gesteine sollen sich laut Astra gelöst haben. Teilweise reichte der Murgang bis in den Urnersee. Personen wurden dabei keine verletzt. Einzelne Reisleinen und Steinschlagschutznetze wurden beschädigt. Die Strasse trug keinen Schaden davon. Wegen dem Wetter können weitere Steinschläge sowie Murgänge erwartet werden. Daher ist das Betreten des Gebiets zu gefährlich. Die Zufahrten aus Richtung Nord bis Sisikon und Riemenstalden und aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte sind möglich. Es wird empfohlen, die Signalisationen zu beachten und die gesperrte Axenstrasse grossräumig zu umfahren oder auf Züge der SBB auszuweichen. Ab dem 28. Juli 2019 war die Axenstrasse nach einem Steinschlag gesperrt. Am Freitag, 13. September wurde die Strasse wieder für den Verkehr geöffnet. Nun ist sie erneut zu. Ein zwölf Tonnen schwerer Stein war am 28. Juli über die Strasse gestürzt. Seither war der Abschnitt der A4 zwischen dem Kreisel Flueelen und der Abzweigung Wolfsprung südlich von Brunnen SZ aus Sicherheitsgruenden gesperrt. Bei den Arbeiten nach dem Felssturz kamen auch Helikopter zum Einsatz. Die Untersuchungen des betroffenen Gebiets zeigten, dass sich gegen 120'000 Kubikmeter Schuttmaterial im Gumpischtal abgelagert hatten – das entspricht einer Menge von 1200 Lastwagenladungen. Es kann zu erneuten Steinschlägen kommen, weshalb ein Warnsystem mit Ampeln installiert wurde. Schutz vor Steinschlägen ist nötig: Ein stützenloses Betondach bei der Axenstrasse in Sisikon. Betonelemente stabilisieren die Felswand über der Axenstrasse bei Brunnen. Bereits im Januar war die Strasse nach einem Steinschlag gesperrt. Beim Südportal der Galerie Zingel hatte sich rund zehn Meter oberhalb der Strasse ein Felspaket gelöst und war auf die Fahrspur gerollt Schon am Stephanstag im Dezember 2018 kam es zu einem Felssturz. Bereits 2017 kam es entlang der Strasse zu einem Steinschlag. Damals stürzten rund 1000 Kubik Fels ab.

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Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am Axen wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Dies teilte das Astra am Donnerstag mit. Der Niedergang beim Gumpisch wurde vom Überwachungssystem erkannt und die Axenstrasse sofort gesperrt. Mehrere Autos vor den auf rot gestellten Ampeln wurden mit Hilfe der Kantonspolizei Uri gewendet. Beim Murgang, der teilweise bis in den Urnersee gelangte, sind keine Personen verletzt worden. Auch die Strasse wurde nicht beschädigt.

Weitere Murgänge und Steinschläge sind nicht ausgeschlossen

Von den mehreren 1000 Kubikmeter Gesteinsmasse die in die Tiefe gestürzt sind, wurden einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze beschädigt. Wegen der momentanen Gefahren kann das Gebiet im Gumpisch auch nicht betreten werden. Experten haben die Lage mit ersten Helikopterflügen beurteilt. Weitere Steinschläge und Murgänge könnten wegen der aktuellen Wetterlage nicht ausgeschlossen werden.

Axen grossräumig umfahren oder auf Züge ausweichen

Weitere Abklärungen der Situation durch Fachleute haben laut Astra bereits stattgefunden: «Es laufen weitere Abklärungen, was alles unternommen werden muss, damit die Überwachungs- und Alarmanlage wieder in Betrieb genommen werden kann. Dazu gehört unter anderem das Instand stellen der Steinschlagschutznetze und Reissleinen, die beim Murgang beschädigt worden sind».

Es müsse damit gerechnet werden, dass die Axenstrasse während Wochen gesperrt bleiben müsse. Wie lange die Sperrung dauert kann im Moment noch nicht abgeschätzt werden. Die Zufahrten aus Richtung Nord bis Sisikon und Riemenstalden und aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte sind möglich. Es wird empfohlen, die Signalisationen zu beachten und die gesperrte Axenstrasse grossräumig zu umfahren oder auf Züge der SBB auszuweichen.

Axenstrasse war bis am 13. September gesperrt

Die Axenstrasse zwischen Flüelen und Sisikon war bereits Ende Juli gesperrt, weil sich ein Steinbrocken gelöst hatte. Den Murgang hatten starke Niederschläge ausgelöst. Personen wurden damals nicht verletzt. Die Sperrung dauerte insgesamt sechs Wochen. Die Strasse wurde erst am 13. September wieder für den Verkehr freigegeben.

(jab)