Innerschweizer Seen

09. Juli 2014 12:23; Akt: 09.07.2014 13:27 Print

Badewasserqualität in den Seen ist einwandfrei

In den Seen der Zentralschweizer Kantone lässt es sich gut baden, weil die Wasserqualität einwandfrei ist. Dies haben Untersuchungen ergeben, die im Juni durchgeführt wurden.

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Die Badewasserqualität ist sehr gut. Nun soll der Sommer schnellstmöglich wieder zurückkehren. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Wenn der Sommer nun endlich wieder zurückkehren würde, steht dem Badespass nichts mehr im Weg: Die Seen der Kantone Luzern, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Uri weisen eine einwandfreie Wasserqualität auf. Das geht aus den koordinierten Untersuchungen hervor, welche die fünf Kantone im Juni durchführten.

Untersucht wurden 63 Badestellen auf Darmbakterien am Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Seelisbergsee und Golzernsee. 59 Stellen wurden der besten Qualitätsklasse A zugeteilt, vier Stellen erhielten die Qualitätsklasse B. Auch bei der Qualitätsklasse B sei eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Badenden nicht zu erwarten, teilte die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee an Mittwoch mit.

Der Kanton Luzern nahm zusätzlich noch fünf Proben von 5 Flussbadestellen.

In Mündungsbereichen von Flüssen leicht höhere Belastung

Die Wasserproben wurden durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen, sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen in Luzern untersucht. Die Resultate weisen darauf hin, dass im Mündungsbereich von Bächen und Flüssen leicht höhere Belastungen auftreten, gerade dann, wenn diese gereinigtes Abwasser mitführen.
Darmbakterien können auch dort auftreten, wo sich viele Wasservögel aufhalten. Normalerweise flüchten die Wasservögel, sobald viele Leute im Wasser baden. Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht schnell abgetötet werden, treten diese Belastungen meistens nur kurzzeitig auf, beispielsweise während längeren Schlechtwetterperioden.

Die Untersuchungen beschränkten sich auf die mikrobiologische Qualität des Wassers. Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie etwa «Entenflöhe», die bei erhöhten Wassertemperaturen in der Nähe von Ufern vorkommen können. Die «Entenflöhe» sind harmlos, können aber starkes Hautjucken verursachen, das nach einigen Tagen wieder narbenfrei abheilt.

(sda)