Kanton Obwalden

02. Mai 2019 04:49; Akt: 02.05.2019 04:49 Print

Braunbär trottet durch die Zentralschweiz

Direkt über die Skipiste verlaufen die Spuren, die ein Leser-Reporter am Mittwoch fotografiert hat. Treibt sich ein Bär in der Melchsee-Frutt herum?

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Die Spuren sind deutlich im Schnee zu erkennen. Leser-Reporter Pascal Hofmann hat sie am frühen Mittwochmorgen bei einer Skitour ob Stöckalp entdeckt. «Ich startet am Parkplatz bei der Talstation Stöckalp. Nach zehn Minuten entdeckte ich die Spuren im Schnee», sagt der 23-Jährige.

Die Saison des Skigebietes Melchsee-Frutt ist seit fast einem Monat beendet. «Die Spuren verlaufen direkt da, wo sonst die Skipiste ist. Sie sind vielleicht 500 Meter vom Parkplatz der Talstation entfernt.» Die Abdrücke im Schnee führten vom Waldrand über die Piste, wieder in den Wald hinein. «Ich bin der Spur aber nicht gefolgt.» Stattdessen habe er seine Tour fortgesetzt.

«Ich war ziemlich erstaunt»

Hofmann habe gleich an einen Bär gedacht. «Ich kann mir einfach nichts anderes vorstellen, das solche Spuren macht.» Angst habe er keine gehabt, als er die Spuren entdeckte. «Ich war ziemlich erstaunt, dass ich hier Bärenspuren sehe. Die Region ist schliesslich nicht bekannt für Bären.»

Gleicher Bär wie letztes Jahr

Im Kanton Obwalden hat man Kenntnis von einem Bären, der sich in der Region aufhält. «Bereits vor einer Woche ging eine entsprechende Meldung bei uns ein», sagt Cyrill Kesseli vom Amt für Wald und Landschaft des Kanton Obwalden auf Anfrage. «Der Bär kam via Uri nach Obwalden und hält sich nun vermutlich im Grenzgebiet der Kantone Nidwalden, Obwalden und Bern auf.»

In der Grenzregion Uri/Obwalden wurde der Bär einmal beobachtet. «Es handelt sich um einen Braunbären. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um den selben Bären handelt, der letzes Jahr in Engelberg gesichtet wurde.» Der Bär schlage eine ähnliche Route ein, wie das Tier im letzten Jahr. DNA-Spuren seien aber keine vorhanden. Kesseli: «Die Kantone werden die Route und das Verhalten des Bären weiterhin aufmerksam beobachten.»

(tst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ursula am 02.05.2019 06:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Psssst

    Warum muss man das gleich der Presse melden? Lasst doch Bär und Wolf ihre Ruhe. Sonst haben wieder ein paar das Gefühl sie müssten unbedingt mal so ein Tier vor die Kamera kriegen...

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  • P.K am 02.05.2019 05:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Indische Armee

    Könnte aber auch BigFoot gewesen sein?

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  • Rea am 02.05.2019 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutz

    Tier od.Mensch wer war zuerst da?Der Bär soll in Ruhe gelassen werden Man sollte soetwas gar nicht mehr in den Medien verbreiten Es gibt genug möchtegern Jäger die sich profilieren möchten ....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco S am 02.05.2019 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Weiss in weiss

    Zum Glück konnte Cyrill Kesseli feststellen, dass es sich um einen Braunbären handelt. Da man den guten Meister Petz bis anhin nicht sehen konnte, vermutete ich, dass es sich um einen Polarbären handelt..........

  • damisi am 02.05.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Frühlingsschmaus

    Er kommt jedes Jahr im Frühling zu uns. Der Schnee gibt jetzt das im Winter verunfallte Wild frei. Ein Festschmaus für ihn. Lasst ihn einfach in Ruhe.

  • Heidi Heidnisch am 02.05.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kostümball

    Nein, das war der Alpöhi, auf dem Heimweg vom jährlichen Kostümball der Hexen, als Werbär verkleidet. Ich bin da ganz sicher, Ihr könnt mir glauben, schliesslich bin ich selber eine Hexe.

  • alice am 02.05.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe

    könnt Ihr einfach den still sein ?das muss nicht verffentlicht werde denn es gibt Menschen die Schieben Panik wie damals im Graubünden jetzt ist entlich Ruhe also PSSSSSCHT seid Glücklich wenn Ihr einen Sieht von weitem der tut nichts

  • sonst bald aus die Maus am 02.05.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    zum Glück nicht im Wallis

    Hat er aber Glück, dass es nicht mehr Winter ist und er Suizid begehen will. Soll im Wallis ja so vorkommen, dass Tiere einfach so vor den Schneepflug springen, weil sie genug vom Leben haben /Sarkasmus off