13. April 2005 11:52; Akt: 13.04.2005 11:53 Print

Bahnlinie Luzern-Zug-Zürich rasch ausbauen

Die noch bestehenden einspurigen Abschnitte der Bahnlinie Luzern-Zug-Thalwil sollen rasch auf Doppelspur ausgebaut werden.

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Dies verlangen die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Regierungsräte der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug in einem Schreiben an den Bundesrat.

Es handelt sich um die Streckenabschnitte entlang dem Rotsee (Luzern-Ebikon), zwischen Rotkreuz und Cham sowie im Albis- und Zimmerbergtunnel. Der Brief nimmt gemäss einem Communiqué der Staatskanzlei Luzern vom Mittwoch Bezug auf die Beschlüsse des eidgenössischen Parlaments zum Bundesgesetz über den Anschluss der Ost- und Westschweiz ans europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz.

Verwiesen wird auf die damit drohende Gefahr, dass für die Sanierung eigentlicher Engpässe im Schienennetz nicht genügend Mittel vorhanden seien und folglich wesentliche verkehrspolitische Ziele nicht erreicht werden könnten.

Engpässe beseitigen

Verlangt wird vom Bundesrat, dass in einer ersten Etappe die Engpässe entlang dem Rotsee und zwischen Rotkreuz und Cham zu beseitigen sind und diese beiden Projekte wegen ihrer hohen Dringlichkeit in die Leistungsvereinbarung Bund-SBB für die Jahre 2007-2010 aufgenommen werden.

Die Regierungsräte weisen in ihrem Schreiben darauf hin, dass diese einspurigen Abschnitte es verunmöglichten, das Bahnangebot zwischen Luzern-Zug-Zürich auszubauen. Ein Kapazitätsausbau auf dieser Linie sei nicht nur wegen der heute schon hohen Nachfrage, sondern auch mit Blick auf die grossen Nachfragepotenziale zwischen den Agglomeration Luzern, Zug und Zürich dringend nötig.

Die erforderlichen Doppelspurausbauten im Umfang von insgesamt rund 110 Mio. Franken seien machbar und finanzierbar und zeichneten sich durch ein hohes Kosten-/Nutzenverhältnis aus. Die Ausbauten seien für den Wirtschaftsraum Zentralschweiz von eminenter Bedeutung, schreiben die Zentralschweizer Regierungsräte.

(sda)