Stadt Zug

18. Juli 2014 14:31; Akt: 18.07.2014 14:31 Print

Betrüger wollte 10'000 Euro ergaunern

Dank einer aufmerksamen Bankangestellten ist ein betagter Zuger nicht Opfer einer Prellerei geworden. Der Betrüger wurde festgenommen, bestraft und des Landes verwiesen.

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Ein 40-jähriger Italiener versuchte, einen 91-Jährigen um 10'000 Euro zu erleichtern. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Am Donnerstagmittag sprach ein 40-jähriger Italiener einen 91-jährigen Mann in einem Stadtzuger Einkaufszentrum an. Er berichtete dem Rentner von einem finanziellen Engpass und bat ihn um einen Zustupf von 10'000 Euro. Er würde dem Rentner das Geld am Montag wieder zurückzahlen, habe der Betrüger zum 91-jährigen laut Staatsanwaltschaft gesagt.

Der Rentner begab sich darauf in eine Bankfiliale, wo er das Geld in bar beziehen wollte. Eine aufmerksame Kundenberaterin wurde misstrauisch und informierte die Zuger Polizei. Zivile Fahnder konnten den Touristen wenig später in seinem Auto an der Baarerstrasse in Zug festnehmen.

Schnellverfahren und Einreisesperre

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug bestrafte den 40-Jährigen am Freitag in einem Schnellverfahren mit einer Busse und einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen. Zudem verfügte das Amt für Migration eine Einreisesperre gegen den Mann. Er erhielt eine Ausreisekarte und darf ein Jahr lang nicht mehr in die Schweiz einreisen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag mitteilte.

Die Zuger Polizei rät dringend davon ab, auf Geldbitten von Unbekannten einzugehen. Die Erzählungen leidgeprüfter Biografien würden «meist nicht den Tatsachen entsprechen».

(cza)