Reitnau AG

15. Februar 2020 10:57; Akt: 15.02.2020 10:57 Print

Güselwagen abgefackelt – Mann stellt sich

In Reitnau AG stand am Mittwoch ein beladener landwirtschaftlicher Wagen in Vollbrand. Nun läuft eine Strafuntersuchung gegen einen 69-Jährigen

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der rätselhafte Brand eines Ladewagens am Mittwochabend in einem Waldstück in Reitnau AG ist geklärt. Ein 69-jähriger Schweizer gestand, den mit Holz, einer Matratze, Hausrat sowie Abfall beladenen Wagen angezündet zu haben.

Der Mann aus der Region stellte sich am Freitagmorgen der Polizei , wie die Kantonspolizei Aargau am Samstag mitteilte. Er gab an, er habe seinen ausgedienten Ladewagen angezündet, um die darauf gelagerten Gegenstände und fest am Fahrzeug montierten Holzteile zu verbrennen.

Die verbleibende Metallkonstruktion wollte er danach dem Alteisen zuführen. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete gegen den Mann eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlung gegen das Umweltschutzgesetz.

«Sofort war klar, dass Brandstiftung vorlag»

Gegen 18.45 Uhr am Mittwoch ging die Meldung bei der Feuerwehr ein: Ein Mann hatte von seinem Wohnort im benachbarten Kirchleerau aus ein grosses Feuer auf der anderen Talseite im Wald bemerkt.

«Nach einigem Suchen» konnte die Feuerwehr den Brandort nördlich der Bergrennstrecke mitten im Wald bei Reitnau ausfindig machen. Wie die Kantonspolizei Aargau mitteilte, konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Der Ladewagen sei aber komplett zerstört worden.

Die Polizei schreibt weiter: «Sofort war klar, dass Brandstiftung vorlag.» Wie herausgefunden wurde, hatte die Täterschaft den Ladewagen zuerst mit einem Traktor an die Waldstelle gebracht und ihn danach angezündet. Weil der Wagen so tief im Wald platziert wurde, gehe man davon aus, dass der Brandstifter über gute Ortskenntnisse verfüge.

(jab/kat/sda)