Luzern

28. Januar 2015 13:31; Akt: 28.01.2015 13:53 Print

Container-Siedlung für Asylbewerber zu teuer

In der Stadt Luzern wollte der Kanton eine Container-Siedlung für Asylbewerber bauen. Diese Pläne gibt er jetzt auf: Fast 6 Millionen Franken sind ihm zu viel.

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Das neue Asylzentrum hätte das Zentrum Hirschpark (Bild) ersetzen sollen. (Bild: 20 Minuten)

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Die Luzerner Regierung hat das Projekt für eine Containersiedlung für bis zu 120 Asylbewerber auf dem Areal Eichwald in der Stadt Luzern gestoppt. Sie sucht nach günstigeren Alternativen anstelle des 5,7 Millionen Franken teuren Projekts.

Der Luzerner Asyl- und Flüchtlingskoordinator Ruedi Fahrni bestätigte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda Informationen der «Neuen Luzerner Zeitung». Das Projekt, zu dem die Botschaft im Januar dem Kantonsrat hätte vorgelegt werden sollen, sei sistiert worden.

Bestehende Gebäude umnutzen

Aufgrund der angespannten Finanzlage im Asylwesen wolle der Kanton prüfen, ob es nicht günstigere Alternativen gäbe, sagte Fahrni. Eine Option sei etwa die Umnutzung von bestehenden Gebäuden. Der Kanton suche nun nach einem entsprechenden Objekt im Kanton Luzern. Ein Zeitplan bestehe nicht.

Ursprünglich wollte die Luzerner Regierung das Asylzentrum Eichwald im Naherholungsgebiet Allmend im Sommer 2016 in Betrieb nehmen. Es sollte das ebenfalls in Luzern gelegene Zentrum Hirschpark ablösen. Dieses wird spätestens 2017 geschlossen.

Widerstand von Anwohnern

Das Vorhaben im Gebiet Eichwald stiess bei Anwohnern und bei in der Nähe ansässigen Firmen auf Kritik. Das Grundstück an guter Lage in der Nähe der Autobahn und der S-Bahn gehört der Stadt Luzern und dient als Freihaltefläche für den dereinst geplanten Südzubringer.

Zur Zeit gibt es im Kanton Luzern Asylzentren im Sonnenhof in Emmenbrücke mit 120 Plätzen und den nur für eine befristete Zeit nutzbaren Hirschpark in Luzern mit 100 Plätzen. Auch im ehemaligen Hotel Löwen in Ebikon gibt es 60 Plätze.

Weitere Zentren sind in Fischbach (35 Plätze) und im Grosshof in Kriens (120 Plätze) geplant. Gegen die Projekte liefen indes Beschwerden. Sie können wohl frühestens Ende 2015 in Betrieb gehen.

(sda)