Vierwaldstättersee

27. Dezember 2014 17:26; Akt: 27.12.2014 17:26 Print

Dampfschiff «Uri» gerät in Brand – keine Verletzten

Im Motorenraum des über 100-jährigen Dampfschiffes «Uri» brach am Samstagmittag ein Feuer aus. Verletzt wurde zum Glück niemand – doch das Schiff fällt erst einmal aus.

storybild

Feuerwehrmänner im Einsatz in Hergiswil am Ufer des Vierwaldstättersees. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auf dem über 100-jährigen Dampfschiff «Uri», das auf dem Vierwaldstättersee verkehrt, ist am Samstagmittag ein Brand ausgebrochen. Sämtliche Passagiere konnten das Schiff in Hergiswil NW unverletzt verlassen.

Der Brand im Motorenraum brach um 12.05 Uhr aus, wie die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) mitteilte. Es handelte sich um einen Elektrobrand beim Hilfsmotor, der eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte.

150 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Maschinisten hätten unverzüglich versucht, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, hiess es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Nidwalden. Gleichzeitig steuerte der Kapitän der «Uri» die Schiffstation Hergiswil an. Gemäss Polizei brach an Bord keine Panik aus.

Auf dem Schiff befanden sich 89 Passagiere, die an einer kulinarischen Themenfahrt teilnahmen, sowie die Besatzung. Alle Personen wurden in Hergiswil sicher evakuiert und anschliessend mit Bussen nach Luzern gebracht. Der Brand konnte kurz nach 14 Uhr gelöscht werden. Im Einsatz standen rund 150 Feuerwehrleute.

Seit über 100 Jahren in Betriebe

Die «Uri» ist der älteste Raddampfer der Schweiz. Das Schiff wurde 1901 in Betrieb genommen und in den 1990er Jahren umfassend renoviert.

Das Schiff soll am späteren Samstagnachmittag nach Luzern geschleppt werden. Es fällt für unbestimmte Zeit aus. Die geplanten Fahrten würden mit anderen Schiffen durchgeführt, hiess es vonseiten der Schifffahrtsgesellschaft.

Wie hoch der Sachschaden am historischen Schiff ausfällt, ist noch unklar – ebenfalls noch nicht geklärt ist die Ursache des Elektrobrandes. Für die Untersuchung wird nun die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) beigezogen.

(sda)