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25. Juli 2018 05:46; Akt: 25.07.2018 08:45 Print

Wo steht das hässlichste Haus der Schweiz?

In Schindellegi stand einst das laut Lesern hässlichste Haus der Schweiz. Jetzt steht dort ein Neubau. Nun suchen wir einen würdigen Nachfolger: Schicken Sie uns Ihre Bilder.

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Das hässlichste Haus der Schweiz ist Geschichte: Dort, wo es in Schindellegi SZ einst stand, steht jetzt ein moderner Neubau. Am 1. Juli sind die ersten Mieter in die Eineinhalb- bis Sechseinhalb-Zimmer-Wohnungen eingezogen. Im Herbst werden die Umgebungsarbeiten fertiggestellt.

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Schon jetzt erinnert nichts mehr an den alten Betonklotz, den die Leserschaft von 20 Minuten 2012 auf Platz eins der unansehnlichen Bauten hievte. «Für mich ist das mit Abstand das hässlichste Haus, das ich je gesehen habe», schrieb ein Leser-Reporter damals.

20 Minuten sucht nun einen Nachfolger, der den Titel hässlichstes Haus der Schweiz verdient. Schicken Sie uns Ihre Vorschläge: Aus den eingesandten Bildern können dann die Leserinnen und Leser in einem grossen Ranking das allerhässlichste Haus küren. Das Gewinnerhaus wird dann auf 20minuten.ch gebührend vorgestellt. Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge!

Beton hats schwer

Auffallend ist, dass bei der vergangenen Wahl zum hässlichsten Gebäude des Landes drei Beton-Bauten in den Top Three waren. Das ist kein Zufall. Das Center for Urban & Real Estate Management der Uni Zürich hat Studien über die Wahrnehmung von Architektur gemacht. Dazu Forscherin Alice Hollenstein: «Gut bewiesen in der Forschung ist der Experteneffekt: Laien und Architekturexperten bewerten Gebäude oft unterschiedlich, gerade in Bezug auf Beton.» Um die Schönheit von Betongebäuden zu erkennen, «braucht es Wissen und Erfahrung». Natürlich gebe es aber auch Betonbauten, die schlicht unansehnlich seien – auch nach Massstäben von Architekturexperten.

Jugendstil und Gründerzeit kommen gut an

Generell gibt es laut Hollenstein klare Tendenzen, wann Architektur als schön wahrgenommen wird: «Flüssig wahrnehmbare Formen, eine gute Mischung aus Komplexität und Ordnung sowie moderat Neues werden als angenehm empfunden, das gilt für die meisten Menschen. Dies kann zum Beispiel auf Architektur des Jugendstils und der Gründerzeit, aber auch auf moderne Gebäude zutreffen.» Bei den typischen Betonklötzen hingegen, die von vielen als hässlich wahrgenommen werden, «fehlt es an Komplexität in der Architektur. Dort gibt es nur Ordnung, aber nichts, was einem neugierig machen würde.»

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rita am 25.07.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    ich war froh

    Vergisst die Mieter nicht. Ich habe jahrelang in einem solchen Block gewohnt und wir waren froh um die tiefen Mieten. In den letzten Jahren bekamen wir auch Rentner und alleinstehende als Nachbaren,die haben ihr ganzes Leben gearbeitet und waren froh um den tiefen Mietzins. Wer Glück hatte fand etwas ähnliches, wir mussten aber alle mit finanziellen Einschränkungen klarkommen. Ob das auch mit Verschuldung und Finanzamt endet, entzieht sich meinem Wissen, ist aber sehr realistisch weitergedacht. Also liebe Leute - ich war froh in einem solchen Block wohnen zu dürfen. lg Rita

  • W. Meier am 25.07.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Egal wie Hauptsache besser

    Wenn ich heute die Kisten Häuser anschaue, die nach 10 Jahren eine Fassaden Renovation nötig haben, halte ich nichts mehr von den Architekten.

  • Babtist am 25.07.2018 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Häuser

    Nach meiner Wahrnemung sind die schönsten Häuser aus der Zeit anfangs der dreissiger Jahre zu finden.Sog."Bauhaus Stil".Einfach und schlicht schön.Viele heutige Glaskubusse überzeugen nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • derrealist am 25.07.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Pfelge vernachlässigt

    Würden diese Häuser gepflegt, d.h. ein Mal im Jahr mit dem Hochdruckreiniger abgewaschen, würden die viel besser aussehen

  • Sc am 25.07.2018 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Positiv sehen

    Ich sehe nur positives an den Betonklötzen. Erstens stehen diese Art von Häusern nie in historischen Gebieten, wo auch auf das Aussehen geachtet wird. Zweitens sind diese Art von Häusern sehr platzsparend, da sie zB keine Dachschräge haben und meistens mehr als 6 Stöcke. Und zu guter letzt sind es preisgünstige Wohnungen. Form follows function, was ist nicht gut daran?

  • Subhuman am 25.07.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Da scheiden sich die Geister...

    Also Entschuldigung, aber dieser vormalige Block in Schindellegi wäre nach einer Aussenrenovation deutlich schöner anzusehen gewesen, als es der glänzig-glasig-geschmacklose Neubau ist. Meine Meinung...

  • W. Meier am 25.07.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Egal wie Hauptsache besser

    Wenn ich heute die Kisten Häuser anschaue, die nach 10 Jahren eine Fassaden Renovation nötig haben, halte ich nichts mehr von den Architekten.

  • Daniele am 25.07.2018 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Platz 2

    Wie wärs wenn die Nummer 2 den ersten Platz bekommt? Schöner ist das Gebäude immer noch nicht geworden.