Beckenried NW

27. Januar 2020 12:29; Akt: 27.01.2020 14:10 Print

Die Bergung des Riesenkrans im Zeitraffer

In 30 Metern Tiefe lag ein Pneukran im Vierwaldstättersee. Dieser war Mitte Januar ins Wasser gekippt. Am Montag wurde der Kran aus dem Wasser geholt.

Video siehst du die Bergung des Pneukrans. (Video: nke/gwa)
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Passiert war es am 15. Januar: Ein Pneukran mit einer mobilen Trafostation war in den Vierwaldstättersee gekippt. Der betroffene Pneukran ist 60 Tonnen schwer, sein Gegengewicht, das am Heck befestigt ist, wiegt 20 Tonnen.

Pneukran dürfte schrottreif sein

Am Montag wurde der Kran aus dem See gehoben und an Land gebracht. «Die Bergung hat so geklappt wie wir das wollten», sagt Josef Waser, Bereichsleiter Krane und Transporte bei der Fanger Kran AG. «Die Herausforderung war, dass wir unter Wasser keine Sicht hatten und auf Bilder der Taucher angewiesen waren.»

Der Kran habe in jener Position gehoben und aus dem Wasser gezogen werden können, wie er zuvor auf dem Seegrund lag, an Land muss er auf die Räder gestellt werden. Wahrscheinlich ist er nicht mehr zu gebrauchen: «Der Pneukran ist so lange unter Wasser gelegen, dass er wohl schrottreif ist. Es sieht nicht gut aus.» Zu Umwelt- oder Personenschäden sei es während der Bergungsarbeiten nicht gekommen.

Der Riesenkran wird an Land geholt

Die Unfallursache ist noch immer unklar

Die mobile Trafostation wurde bereits am vergangenen Dienstag aus dem See geholt. Am Freitag habe man zudem zwei Diesel- und ein Öltank des Pneukrans abgesaugt. «Heute hatte es noch sieben bis achthundert Liter umweltschädliche Flüssigkeit drin», sagt Remo Kuster vom Amt für Umwelt des Kantons Nidwalden. «Bei der Bergung sind noch höchstens 50 Liter umweltschädliche Flüssigkeit, wohl Bremsöl, ausgetreten.» Das Öl werde gebunden, abgesaugt und anschliessend abtransportiert. «Es ist keine Gefahr mehr für die Umwelt vorhanden.»

Die Gründe für den Vorfall sind nach wie vor unklar: «Wir wissen noch nicht, wie es dazu kam, dass der Kran ins Wasser gekippt ist», heisst es bei der Kantonspolizei Nidwalden auf Anfrage.

(gwa/nke)