Neuheim ZG

02. März 2011 23:13; Akt: 03.03.2011 07:51 Print

Der verwirrte Vater hatte einen Hirntumor

von Daniela Gigor - Erich Z., der mit seinen zwei Buben verschwunden war und in Italien aufgefunden wurde, litt an einem Hirntumor. Ob er je wieder ganz gesund wird, ist noch unklar.

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«Erich ist vor einigen Tagen im Kantonsspital Aarau ein Hirntumor entfernt worden», weiss eine der Familie nahestehende Person. Mittlerweile sei er in ein anderes Spital überführt worden. «Er wird sich jetzt noch einer Chemotherapie und einer Strahlenbehandlung unterziehen müssen.» Ob Erich Z. je wieder ganz gesund werde, sei unklar. «Ich hoffe, dass er die Krankheit besiegt, denn er ist ein guter Mensch, der seine Familie von ganzem Herzen liebt und alles für sie tut», so der Insider weiter.

Sorgen mache sich die Familie auch über die berufliche Zukunft. Erich Z. führt seit 2008 zusammen mit seiner Frau eine Unternehmung in Altendorf im Bereich Sondermaschinenbau, die namhafte Kunden im Portfolio führt.

In die Schlagzeilen geriet Erich Z., weil er Anfang Februar mit seinen beiden Söhnen Tim (10) und Lorin (7) spurlos verschwunden war (20 Minuten berichtete). Ursprünglich hatte er mit ihnen ins Einkaufszentrum Herti in Zug fahren wollen. Stattdessen fuhr Erich Z. nach Italien und wurde zwei Tage später von der italienischen Polizei südlich von Mailand aufgegriffen. Offenbar glaubte der kranke und deshalb stark verwirrte Vater, er sei daheim.

Die beiden involvierten Spitäler wollten gegenüber 20 Minuten einen Aufenthalt von Erich Z. aus rechtlichen Gründen nicht bestätigen.

*Name der Redaktion bekannt

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • monika am 03.03.2011 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    fAlles Gute und viel Glück

    Diese Familie hat viel durchgemacht und es wird sicher noch ein langer Weg werden. Alles Gute und viel Glück

  • Susanne am 03.03.2011 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unschuldig:

    So wie der Fall geschildert wurde, war ein Hirntumor sehr wahrscheinlich. Zum Glück haben die Buben die Ausfahrt mit ihrem Vater nicht traumatisch erlebt. Zu hoffen bleibt der Familie, dass sie diesen schweren Kampf gewinnen.

  • Thomas am 03.03.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hatte, und jetzt ist der Tumor weg ?

    Solche Schlagzeilen finde ich nicht toll - man sollte auf die Familien schon ein bisschen mehr Rücksicht nehmen, denn für sie ist das Leiden trotz des glücklichen Ausgangs, noch lange nicht vorbei.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas am 03.03.2011 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute!

    Auch ich wünsche der Familie zuerst mal gute Erholung. Für Erich Z. hoffen wir auf gute Genesung! Einige Kommentarschreiber hätten sich zu entschuldigen. Wer im Dorf war und immer wieder durch den kreisenen Superpuma an die Vorkommnisse erinnert wurde (ganz zu Schweigen von den Angehörigen), musste, wenn man im Internet nach den neuesten Stand schaute, übelste Beschuldigungen und Vorverurteilungen lesen. Einige statliche Medien haben ebenfalls Vorverurteilt. 20min war hier angenehm objektiv und liefert jetzt auch die Begründung. Danke

  • seppi am 03.03.2011 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Geht das so schnell?

    Mich nimmt wunder, ob das niemand bei der Arbeit oder in der Familie bemerkt hat ? Wenn dieser Mann, zwei Tage nachdem er von zu Hause weg war, plötzlich stark verwirrt war. Ich denke einfach an die Verkehrssicherheit. Wenn so ein kranker Mann mit einem Auto jemand um fährt, schuld ist dann niemand, aber eventuell unschuldige verletzt oder Tod.

    • db3 am 03.03.2011 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      Hier spricht der Neurologe

      Ja, das geht so schnell. Von einer Minute auf die andere kann ein Tumor ein Problem verursachen. Bis dahin bleibt er leider zu oft gar nicht bemerkt. Meist löst er als erstes Anzeichen einen epileptischen Anfall oder gar wie in diesem Fall einen epileptischen Dämmerzustand (Status) aus.

    • Monika am 03.03.2011 21:17 Report Diesen Beitrag melden

      Der DE-Fussballtorhüter Emke hatte auch

      ein Psychisches-Problem, von dem man nur wenige eingeweihte wussten - doch alles kam schneller als man es sich wünschte. Solche ausweglosen Situationen führen leider immer wieder zu einem Kurzschluss. Die Leidtragenden sind schlussentlich immer nächsten Familienangehörigen - und die sollte man nicht vergessen, die leiden am meisten und sollten auch von Aussen unterstützung erhalten, nur so wird richtig geholfen.

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  • Thomas am 03.03.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hatte, und jetzt ist der Tumor weg ?

    Solche Schlagzeilen finde ich nicht toll - man sollte auf die Familien schon ein bisschen mehr Rücksicht nehmen, denn für sie ist das Leiden trotz des glücklichen Ausgangs, noch lange nicht vorbei.

  • Marlis am 03.03.2011 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute für die Zukunft der Leidge-

    prüften Familie. Es gibt eben auch noch viele CH-Familien die auch Hilfe benötigen doch diese schämen sich Hilfe anzunehmen. Die CH hat zuviel andere Wohlfühl-Sozial-Schmarotzen die auf Staatskosten Leben, und diesen muss man den Riegel schieben.

  • Thomas Markwalder am 03.03.2011 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Entstigmatisierung

    Auch physiologische Gründe können zu psychischen Erkrankungen führen - solche Artikel finde ich gut, da sie zur entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen beitragen. Psychisch kranke Menschen sind nicht einfach "Spinner" sondern ganz einfach Leute mit einer Krankheit wie es halt vorkommen kann.