Landenteignung

16. Oktober 2013 19:20; Akt: 16.10.2013 19:23 Print

Deutscher errichtet eigenen Staat in Obwalden

Ein Deutscher hat einen Quadratmeter Land in Kerns enteignet. Die Regierung nimmts mit Humor.

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Das markierte Land auf dem Ächerlipass gehört nun dem Staat Arkadien.

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Der Berliner Konzeptkünstler Peter Kees hat auf dem Ächerlipass bei Kerns ein Stück Land in der Grösse von einem Quadratmeter enteignet. Dem Bundesrat hat Kees in einem Brief mitgeteilt, dass die Schweiz im Land Arkadien keine Staatsgewalt mehr habe.

Kees, der sich als zuständiger Botschafter Arkadiens in der Schweiz bezeichnet, sagt: «Arkadien ist ein Quadratmeter Glück, Zufluchtsort, Freiheit. Es ist ein Gegenentwurf zur Verderbtheit der Zivilisation.» Arkadien sei eine Vision des idealen Landes. Kees ist bekannt dafür, dass er mit gesellschaftskritischen Projekten für Aufsehen sorgt.

Brief soll beantwortet werden

Mit Humor nimmt man die Aktion im Kanton Obwalden auf: «Bald wird der Schnee kommen und die Bodenmarkierungen zudecken. Wenn es Winter ist, wird das Wild die Stangen mitnehmen und damit an geeigneter Stelle einen Slalom ausstecken», sagt Paul Federer, Vorsteher des Bau- und Raumentwicklungsdepartements.

In Bern war Kees’ Brief an den Bundesrat gestern noch nicht eingetroffen. «Wenn er da ist, werden wir ihn wie alle anderen auch beantworten», sagt Bundesratssprecher André Simonazzi.

Der Begriff Arkadien taucht in Dichtungen der Antike auf. Später wurde Arkadien in der Literatur und Kunst als irdisches Paradies beschrieben. Ausserdem tragen etwa viele Städte, Dörfer und gar Geschäfte den lateinischen Namen Arcadia.

(dag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 16.10.2013 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Asyl

    Ich werde in Arkadien Asyl beantragen.

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  • Simon Steiner am 16.10.2013 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Briefkasten

    1 qm reicht doch aus, um einen Briefkasten aufzustellen.

    einklappen einklappen
  • J. Meyer am 16.10.2013 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Was es nicht alles gibt

    Trotz seiner offenen Grenzen hat er kein Flüchtlingsproblem u auch Kriminaltouristen dürften dort genauso leer ausgehen, aber die Schweiz könnte ihn belangen wegen illegalen Grenzübertritt. LOL! :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland Christen am 17.10.2013 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Armeeeinsatz...

    Die beste Armee der Welt hat endlich einen Feind. Und erst noch im eigenen Land. Das sollte doch machbar sein Jungs, oder? Aber unser VBS-Scheffe, darf seine Grippen zuerst schicken und eine Bombe zielgenau abwerfen. Viel Vergnügen.

  • Samantha Taormina am 17.10.2013 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    heheheehhehe =) wie hoch ist den der Steuerfuss????

  • Ebe am 17.10.2013 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie sind gelandet

    Auf Google Maps sieht man bereits die neue Umzonung für dieses Land und dass die Ausserirdischen dort in Arkadien ein Kornkreisfeld gezeichnet haben.

  • pouletflügeli am 17.10.2013 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    alle sind vielleicht auch dort

    jeden Dienstag im Schaltjahr um 11 Feiern wir , denn Unabhängigkeitstag ,mit Bier und Pouletschenkel , komm auch....

  • brösel am 17.10.2013 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    was bedeutet 'enteignung'?

    ...was heisst hier 'enteignet'? heisst das, dass der herr ein stück schweizer-staatsgebiet besetzt/erobert/weggenommen hat? was hat das mit kunst zu tun?