Award

21. Juli 2014 15:52; Akt: 21.07.2014 15:52 Print

Die fairsten Fussballer der Zentralschweiz

Einen Penalty absichtlich neben das Tor schiessen: Solche und ähnliche Situationen sind für den Kessler Fairplay-Award des Innerschweizer Fussballverbands nominiert.

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Bis am kommenden Freitag kann online über den Kessler Fairplay-Award-Sieger abgestimmt werden. Drei Spielsituationen stehen dabei zur Auswahl: In einem Cup-Spiel der Veteranen entscheidet der Schiedsrichter beim Stand von 1:1 auf Penalty. Doch der gefoulte Spieler weist den Referee darauf hin, dass das Foul ausserhalb des Strafraums war. Das Spiel wird mit einem Freistoss fortgeführt.

Der zweite Vorfall, der ebenfalls für den Kessler Fairplay-Award nominiert ist, spielte sich in einer Begegnung der 5. Liga ab. Da der Ball bereits im Aus war, nahm ein Feldspieler im eigenen Strafraum den Ball in die Hand. Der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf Handspiel und gab dem Gegner einen Elfmeter. Weil sich beide Mannschaften sicher sind, dass der Ball im Aus war, verschiesst der Spieler den anschliessenden Penalty bewusst 10 Meter neben das Tor.

Die dritte Aktion, die mit dem Award ausgezeichnet werden könnte, stammt auch aus der 5. Liga: Zwei Mannschaften warten vor der Partie vergebens auf einen Schiedsrichter. Die beiden Teams entscheiden kurzfristig, das Spiel selbst zu leiten. Das Spiel konnte problemlos durchgeführt werden.

Weniger Karten in unteren Ligen

Eine dieser drei Situationen wird nun mit dem Kessler Fairplay-Award ausgezeichnet. «Mit dem Award sollen Aktionen gewürdigt werden, die über den Fairplay-Gedanken hinaus gehen», sagt IFV-Präsident Urs Dickerhof. Die zur Auswahl stehenden Aktionen seien unkonventionell und «können im Rahmen des Fairplays nicht von den Spielern erwartet werden», so Dickerhof.

Positiv einzuschätzen sei auch, dass zwei Teams der 5. Liga für den Preis nominiert sind – die Spielklasse, die oft mit einer ruppigen Gangart in Verbindung gebracht wird. Aber: Gerade in den unteren Ligen ist laut Dickerhof die Anzahl der gelben Karten rückläufig, während die roten Karten unverändert bleiben. In der abgelaufenen Saison wurden bei 21'000 ausgetragenen Partien insgesamt 540 rote Karten gezeigt: «Das ist sehr wenig. Trotzdem können wir nicht aufhören, uns für Fairplay einzusetzen.»

Dem Sieger des Wettbewerbs winkt ein Barpreis von 2000 Franken, der an der Delegiertenversammlung des IFV am 22. August überreicht wird.


(cza)