Andermatt

05. Dezember 2018 05:46; Akt: 05.12.2018 05:46 Print

Skigebiet privilegiert Familien für Parkplätze

Die Skiarena Andermatt-Sedrun setzt auf eine neues Parkprinzip: Dazu werden 120 Parkplätze nur noch Familien mit mindestens einem Kind zur Verfügung gestellt.

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«Familien haben viel Gepäck dabei. Wenn sie dann lange Wege vom Auto bis zur Talstation gehen müssen, ist das für sie sehr mühsam», sagt Stefan Kern, Leiter PR und Kommunikation der Andermatt Swiss Alps AG. Denn um Familien diesen Weg zu erleichtern, gibt es nun im Skigebiet Andermatt-Sedrun spezielle Familienparkplätze in der Nähe.

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Die Matti-Familienparkplätze befinden sich bei der Talstation der Gondelbahn Gütsch-Express in Andermatt. Wer mindestens ein Kind im Auto hat, gilt als Familie und darf sein Auto oberhalb der Kaserne Altkirch parkieren. Kern:

«Das Prinzip dieser Parkplätze ist neu. Vor allem in dieser Grösse.»

Parkeinweiser als Kontrolle

Damit auch wirklich nur Familien auf die Parkplätze gelangen, werden die Autos von einem Parkeinweiser geleitet. So könne die Nutzung der Plätze kontrolliert werden. Insgesamt 120 familienfreundliche Parkplätze werden zur Verfügung gestellt.

Wenn die Plätze weg sind, müssen die Familien auf andere Parkflächen ausweichen. Kern: «Es hat solange es hat.» Das Parkticket für den ganzen Tag koste fünf Franken und könne vor Ort gelöst werden.

«Für Familien haben alle Verständnis»

Die Idee zu den Familienparkplätzen sei wegen dem Familienbereich bei der Mittelstation Nätschen aufgekommen. «Die Familien zieht es dorthin. Dort ist die Matti Kidsarena, das Familienrestaurant und grosse Spielplätze.» Da deshalb häufig Familien den Gütsch-Express benützen, sei es sinnvoll die Parkplätze bei dieser Talstation anzubieten.

Dass sich andere Besucher benachteiligt fühlen werden, sei unwahrscheinlich. Kern:

«Es braucht wohl eine Zeit zur Umgewöhnung. Aber für Familien haben eigentlich alle Verständnis.»

Ausserdem sei der Weg zur Talstation nicht weit. «Auch bei unseren hintersten Parkplätzen geht man nicht länger als fünf Minuten.»

«Stärken müssen konsequent verfolgen werden»

Für Markus Berger, Leiter Unternehmenskommunikation Schweiz Tourismus, ist das Prinzip solcher Familienparkplätze vor allem gutes Marketing. Aber nicht jedes Skigebiet müsse nun Familienparkplätze anbieten. «Es ist sehr wertvoll, wenn eine Destination weiss, wo ihre Stärken liegen und diese konsequent verfolgt.» Die Skiarena Andermatt-Sedrun habe ihre Nische sehr konsequent besetzt.

(tst)