Wildlife in der City

06. November 2018 14:36; Akt: 06.11.2018 15:18 Print

Diese Tiere hätten Sie nie in der Stadt vermutet

von Martin Messmer - In der Stadt Luzern leben nicht nur 80'000 Menschen. Sondern zum Beispiel auch zehn Amphibien- und sechs Reptilienarten. Und künftig sollen noch viel mehr Tiere dazukommen.

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Tausende Tauben prägen das Stadtbild von Luzern mit. Und leider auch tausende Ratten. Oder Schwäne, Enten oder Möwen. Aber hier leben auch Tiere, die man in Luzern nicht vermuten würde: Zehn Amphibien- und sechs Reptilienarten, zwölf Fledermausarten und 80 Brutvogelarten, dazu kommen noch 1000 verschiedene Pflanzenarten. Dies teilte die Stadt Luzern am Dienstag mit, da sie die Artenvielfalt in der Stadt fördern möchte.

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Hätten Sie gedacht, dass in der Stadt Luzern so viele Tiere leben?

Konkret handelt es sich bei den zehn Amphibien-Arten um folgende Tiere: Bergmolche, Fadenmolche, Teichmolche, Grasfrösche, Wasserfrösche, Gelbbauchunken, Feuersalamander, Alpensalamander, Erdkröten und Geburtshelferkröten.
Die sechs Reptilienarten: Zauneidechsen, Mauereidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern, Schlingnattern und Rotwangenschildkröten. Letztere allerdings sind nicht heimischer Art: Sie wurden hier ausgesetzt.

Die zwölf Fledermausarten in Luzern: Zwergfledermaus, Rauhautfledermaus, Mückenfledermaus, Weissrandfledermaus, Braunes Langohr, Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus, Grosser Abendsegler, Kleiner Abendsegler, Grosses Mausohr, Kleine Bartfledermaus und Zweifarbenfledermaus.

Und wenn Sie wissen möchten, welche 80 Vögel konkret in Luzern herumfliegen: Am Ende des Artikels finden Sie die vollständige Liste.

Stadtrat kümmert sich um die Artenvielfalt

Der Stadtrat freut sich, dass in Luzern so viele Tiere und Pflanzen leben – und sorgt sich gleichzeitig um sie. «Die Artenvielfalt ist eine unerlässliche Grundlage für das Leben auf dieser Erde und damit eine zentrale Lebensgrundlage für den Menschen. Der Druck auf die Biodiversität ist jedoch hoch, etwa durch die Zersiedelung oder durch die hohe Ammoniak- und Pestizidbelastung. So ist ein Drittel der Arten in der Schweiz und die Hälfte der wichtigsten Lebensräume gefährdet», teilte der Stadtrat am Dienstag mit.

Er beantragt deshalb beim Parlament einen Kredit von 2,5 Millionen Franken, um die Artenvielfalt in der Stadt zu fördern. Netto würden jedoch nur 1,5 Mio fällig, da auch Dritte, etwa der Bund, mitfinanzieren würden.

Die Stadt habe bei der Förderung der Artenvielfalt eine Vorbildfunktionen; der Stadtrat hofft, dass auch private Grundeigentümer ihre Beiträge leisten. Etwa, wenn sie bei privaten Bauvorhaben die Siedlungsumgebung naturnah gestalten.

Und wenn sie dort zum Beispiel Bäume pflanzen, könnte es sein, sich zu Verkehrsgeräuschen plötzlich auch Vogelgezwitscher mischt. Denn in Luzern leben unglaublich viele verschiedenen Vogelarten. Bei diesen hier ist ein Brutnachweis sicher:

- Haubentaucher
- Höckerschwan
- Stockente
- Kolbenente
- Gänsesäger
- Schwarzmilan
- Rotmilan
- Sperber
- Mäusebussard
- Turmfalke
- Baumfalke
- Blässhuhn
- Mittelmeermöwe
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Strassentaube
- Waldkauz
- Mauersegler
- Grünspecht
- Schwarzspecht
- Buntspecht
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Bachstelze
- Wasseramsel
- Zaunkönig
- Heckenbraunelle
- Rotkehlchen
- Hausrotschwanz
- Amsel
- Singdrossel
- Teichrohrsänger
- Mönchsgrasmücke
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Grauschnäpper
- Schwanzmeise
- Sumpfmeise
- Haubenmeise
- Tannenmeise
- Blaumeise
- Kohlmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Eichelhäher
- Elster
- Dohle
- Rabenkrähe
- Star
- Haussperling
- Feldsperling
- Buchfink
- Girlitz
- Grünfink
- Distelfink
- Kormoran
- Graugans
- Rostgans
- Mandarinente
- Reiherente
- Wasserralle
- Teichhuhn
- Schleiereule
- Alpensegler
- Bergstelze
- Wacholderdrossel
- Misteldrossel
- Sumpfrohrsänger
- Berglaubsänger
- Waldlaubsänger
- Trauerschnäpper
- Waldbaumläufer
- Saatkrähe
- Fichtenkreuzschnabel
- Gimpel
- Kernbeisser
- Goldammer
- Zaunammer

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Türst am 06.11.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Einmal ein schöner Beitrag :-)

  • Schoesu am 06.11.2018 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Tiere

    Auch Ratten und Mäuse gehören dazu.

  • UrLuzern am 07.11.2018 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    @Der Türst

    Einmal ein schöner Beitrag weil die Bilder so schön sind.

Die neusten Leser-Kommentare

  • UrLuzern am 07.11.2018 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    @Der Türst

    Einmal ein schöner Beitrag weil die Bilder so schön sind.

  • Kathrin Blass am 06.11.2018 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Spinne, die nicht hier heimisch ist!

    Zwischen meinen Esszimmer-Vorhängen fand ich im Sommer eine Spinne, die nicht hier heimisch ist, sondern in Peru: eine Latrodectus, äusserst giftig. Ob die wohl in einem Container in die Schweiz gelangte?

  • Fabian S. am 06.11.2018 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schlange in der WC-Schüssel

    Ich wohne in der Nähe con Zürich. Vor etwa einem halben Jahr befand sich eine etwa 60-80 cm lange Schlange in der WC-Schüssel. Ich erschrak so, dass ich aus der Toilette rannten und erst ungefähr 10 Minuten später den Mut fasste, zurückzukehren. Aber sie war verschwunden. Bis heute habe ich jedesmal Angst, meine Geschäfte zu verrichten.

  • Mirko am 06.11.2018 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau richtig!

    Super! Das ist gut und wichtig. Viel Grün, Lebensraum und somit Arten gehen leider (kaum wahrnehmbar) verloren! Biodiversität ist aber ein Garant für stabile Ökosysteme.

  • S@m.W am 06.11.2018 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Tiere?

    Wo sind die Insekten, das sind doch diejenigen mit der höchsten Population