Edles Schweizer Holz

17. Februar 2019 16:30; Akt: 18.02.2019 08:22 Print

Der teuerste Baum brachte 12'500 Fr. ein

In Horw LU wurde kürzlich ein Baumstamm für 12'500 Fr. verkauft. Oft wissen Waldeigentümer aber gar nicht, dass sie Wertholz besitzen – und verbrennen es im Ofen.

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Hier landen nur die schönsten und edelsten Bäume: In Horw fand letzte Woche der alljährliche Markt für Wertholz aus der Zentralschweiz statt. Eine Käuferschaft aus dem In- und Ausland bot dann um die Wette.

«Einzigartiges Prachtstück aus Malters»

Der Waldeigentümerverband WaldLuzern zieht eine positive Bilanz: «Die Ergebnisse fallen äusserst erfreulich aus», teilte er mit. So brachte ein Riegelahorn, «ein einzigartiges Prachtstück aus Malters», dem Besitzer 12'500 Franken. Gefragt waren auch Nussbaum-, Ulmen- und Eichenstämme – insgesamt brachten die Stämme über 110'000 Franken.

Edel-Holz unwissentlich verbrannt

Gut möglich, dass deren Besitzer zuvor gar nicht wussten, welch wertvolle Hölzer da in ihren Wäldern gedeihen: «Waldbesitzer erkennen den Wert eines Wertholzstammes nicht immer. Es kommt vor, dass edelstes Holz schon mal im Ofen landet», schreibt der Verband.

Auch der Rekord-Riegelahorn aus Malters im Wert von 12'500 Franken stand unbeachtet im Wald herum. Bis Sepp Hofstetter kam: Der auf Edelhölzer spezialisierte Waldeigentümer ist jeweils im Dezember in der Region unterwegs, um gezielt nach solchen Premiumstücken zu suchen. So entdeckte er auch den Riegelahorn und motivierte den Besitzer, diesen in Horw an der Wertholzsubmission zum Verkauf anzubieten. Dieser Baum weist eine besondere Maserung im Holz auf, was ihn besonders wertvoll macht.

Schweizer Holz für die schönen Dinge der Welt

Das Holz des Baums wird nun verwertet: Es wird zu milimeterdünnem Furnier geschnitten, um teure Dinge schön zu machen: «Das Holz des Ahorns wird etwa für Armaturen in Jaguar- oder Mercedes-Autos verwendet oder – wenn jemand genug Geld hat – auch für die Inneneinrichtung eines Bootes», sagt Patrik Hofer von WaldLuzern. Auch im Instrumentenbau und in der Möbelindustrie sind die Edelhölzer aus der Zentralschweiz gefragt.

Im nächsten Dezember ziehen Sepp Hofstetter und die anderen Baumkundigen wieder los – um edle Stämme vor dem Ofen zu retten.


(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andi Huber Häuslenen am 17.02.2019 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizr Holz

    Danke für einmal das auch ein Bericht positv über das Schweizer Holz berichtet. Wichtig wäre aber auch die Tatsache, das unser normales Schweizer Bauholz in genügender Menge für Schweizer Bauten vorhanden ist. Also ein Schweizer Bauherr verlangt nach Schweizer Holz. Unser Laibel dafür heisst übrigens HSH (Herkunft Schweizer Holz). Damit wir unsere Wälder weiterhin pflegen und geniessen können. Schönen Waldtag wünscht Huberforst

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  • Beat Lacher am 17.02.2019 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für das Einhorn

    "Auch der Rekord-Riegeleinhorn aus Malters im Wert von 12'500 Franken stand unbeachtet im Wald herum."

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  • ferro am 17.02.2019 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    holz100

    mondholz ist das beste und robusteste holz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 18.02.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Leasingholz

    «Das Holz des Ahorns wird etwa für Armaturen in Jaguar- oder Mercedes-Autos verwendet[...]» Wau, endlich mal ein sinnvoller Einsatzweck.

  • Waldfee am 17.02.2019 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der teuerste Baum brachte 12'500Fr. Ein

    Mir Tut es auch weh wen ich bedenke Wie Stolz Dieser Baum sicher im Wald Stand schon Jahre Lang hätte mann ihn nicht Stehen lassen können Aber Eben leider geht es nur wieder ums Matrielle Weis schon das man Holz braucht zum Feuern nicht Blöde Ich Und Wo liegen Wieder die Abgeschnittenen Äste alle am Boden sicher liegen gelassen Unordnung und wo laufen die Wildtiere wieder durch ohne sich zu verletzten

    • Buchstabensuppe am 18.02.2019 01:39 Report Diesen Beitrag melden

      @ Waldfee

      Könnten Sie das noch so in Sätze vepacken, dass man es auch versteht?

    • monika am 18.02.2019 10:06 Report Diesen Beitrag melden

      Punkt Komma Strich

      Warum kann man seinen Bericht nicht korrigieren bevor man ihn abschickt?

    • Avenarius am 20.02.2019 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      Cool bleiben

      @Waldfee Liebe Waldfee, es gibt genügend Bäume in der CH. Man darf Holz auch nutzen. Übrigens ist der CH Forstwart einer der besten auf seinem Gebiet weltweit. Er schaut überdurchschnittlich gut zu den Bäumen. Darum wachsen die Bäume auch immer nach.

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  • Fritz am 17.02.2019 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Die armen Bäume können sich weder wehren noch davonrennen.

  • Vogelschützerin am 17.02.2019 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr naturaffin, dafür gierig

    Manchmal wäre es besser, gerade einen uralten Baum weiter leben zu lassen. Auch wir haben Freude und Respekt, wenn wir einem knorrigen uralten Baum in der heutigen Zeit begegnen. Wir sind gierig, immer weniger naturnah... so wie die Schweiz den Aufschwung erlebt hat, wird sie auch wieder untergehen. Wir schätzen unseren Wohlstand nicht... wollen noch mehr, sind egoistisch und eben gar nicht mehr naturaffin...

    • Carin am 18.02.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      Sollte man schützen

      Ware schön könnten die alten Bäume erzählen was sie alles gesehen haben. Schade solche Bäume sollten geschützt werden. Da kommt mir eines in den Sinn. MeinFreund der Bau ist tot er starb im frühen Morgenrot von Alexandra.

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  • die Ritterin am 17.02.2019 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wertholz landet nicht im Ofen

    Wieso soll ein Waldbesitzer nicht um den Wert seiner Bäum wissen? Mein Mann jedenfalls rennt nicht einfach mit der Motorsäge im Wald herum und fällt einfach drauflos, um Heizholz zu gewinnen. Bei uns kommt der Förster und zeichnet, was gefällt werden soll.