Drei-Tonnen-Brocken

08. Juli 2014 15:57; Akt: 08.07.2014 18:32 Print

Dieses Stück Rigi-Fels ist auf dem Weg nach China

Der drei Tonnen schwere Stein wurde am Dienstag verladen: Via Rotterdam-Shanghai-Chongqing wird das Felsstück zum Berg Emei Shan in China gebracht – und dort montiert.

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Knapp zwei Monate wird der Stein, der aus der Rigi-Nordlehne bei Goldau stammt, unterwegs sein. Er ist 2,7 Meter lang, 1,4 Meter breit, 40 Zentimeter dick und wiegt drei Tonnen. Grund für die Reise des Felsbrockens ist ein Steintausch zwischen den Rigi-Bahnen und einem Partner des Berges Emei Shan in der Provinz Sichuan (20 Minuten berichtete). Der Berg Emei Shan übrigens weist eine verblüffend ähnliche Silhouette auf wie die Rigi. Im Gegenzug werden die Zentralschweizer ein Stück Fels des chinesischen Berges erhalten: Dieser wiegt acht Tonnen und soll auf Rigi Kulm platziert werden – voraussichtlich in der ersten Hälfte 2015, wie die Rigi-Bahnen mitteilten. Das Steintausch-Projekt wurde mit verschiedenen Sponsoringbeiträgen finanziert und kostete rund 20'000 Franken. Das Platzieren des chinesischen Basaltsteins auf der Rigi sei von den Umweltbehörden als unproblematisch eingestuft worden, sagte ein Sprecher der Rigi-Bahnen auf Anfrage.

Mit dem Stein sollen Touristen auf die Rigi gelockt werden: So sei die seit 2009 existierende Partnerschaft mit dem Berg Emei Shan unter anderem von grosser Bedeutung, weil dadurch «der Bekanntheitsgrad der Rigi in China gesteigert» werden könnte, heisst es in einer Mitteilung. Der Markt China sei für die Rigi ein «Prioritätsmarkt». Der Steintausch stehe als Symbol für die Partnerschaft der beiden Berge. «Nicht zuletzt erhoffen sich die Rigi-Vertreter natürlich einen Anstieg an chinesischen Gästen», so die Rigi-Bahnen.

Von der Rigi auf 3099 Meter über Meer

Der drei Tonnen schwere Felsbrocken wurde am Dienstagvormittag in Root in einen Lastwagen verladen und nach Basel transportiert. Dort soll er verschifft werden und über Rotterdam-Shanghai-Chongqing schliesslich in der Region Sichuan in China ankommen. Danach muss er hinauf auf den Gipfel des Bergs Emei Shan auf 3099 Meter über Meer – einer der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas. Dort wird er im Oktober dieses Jahres mit einer Zeremonie eingeweiht.

(cza)