«Schmitte»

27. September 2010 23:03; Akt: 27.09.2010 22:01 Print

Diskussion geht in eine weitere Runde

von Lena Berger - Die Debatte um die «Schmitte» in Luzern ist auch nach Ablehnung der Initiative nicht vom Tisch. Die SVP möchte, dass Fassade und Gaststube im neuen Gebäude erhalten bleiben.

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Das Wandbild des Wirtshauses zur Schmiede soll erhalten bleiben. (Bild: mer)

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Der Abbruch des Restaurants Schmiede ist nach der Abstimmung vom Sonntag beschlossene Sache. Trotzdem will Grossstadtrat Urs Wollenmann einen Vorstoss zum Erhalt der Schmiedefassade und Gaststube einreichen. «Dieses traditionelle Kunsthandwerk zu vernichten, wäre ein absoluter Kulturverlust.» Ihm schwebt eine Integration der alten Elemente in den Neubau vor. «Für Architekten wäre es sicher eine interessante Herausforderung, das Neue mit dem Alten zu verbinden», glaubt er. Ein Erhalt der Fassade wäre trotz Abriss möglich, hiess es früher in der Antwort der Stadt auf einen entsprechenden Vorstoss. Kostenpunkt: 60 000 Franken. «Die Stadt hat schon für weniger wichtige Dinge viel mehr Geld ausgegeben», so Wollenmann.

Die Idee des Fassadenerhalts kommt bei den anderen Parteien prinzipiell gut an. Bei der Frage, ob die Stadt die Kosten übernehmen soll, herrscht allerdings Uneinigkeit. CVP und FDP lehnen eine Investition der Stadt kategorisch ab. Die Grünen dagegen möchten die Stadt stärker in die Verantwortung nehmen: «Auch wenn die Stadt nicht bereit ist, die Erhaltung zu finanzieren, sollte sie sich doch aktiv darum bemühen, private Interessenten zu finden», findet Fraktionschefin Edith Lanfranconi.