Pendlerstatistik

07. Juni 2018 17:02; Akt: 07.06.2018 17:02 Print

Drei Viertel der Luzerner arbeiten nicht im Wohnort

Im Kanton Luzern nimmt die Zahl der Pendler immer mehr zu. Von den rund 220'500 Pendlern arbeiten 73 Prozent nicht in der eigenen Wohngemeinde.

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Das Mobilitätsbedürfnis der Luzerner Bevölkerung steigt an: Knapp elf der 38,4 Kilometer, welche die Luzerner durchschnittlich pro Tag im Inland zurücklegen, entfallen auf den Arbeits- und Ausbildungsweg. Der Pendlerverkehr zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte hat im Luzerner Verkehrsgeschehen damit die zweitwichtigste Bedeutung nach dem Freizeitverkehr, teilte Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mit

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Insgesamt hat die Zahl der Pendler zwischen 2010 und 2016 um neun Prozent zugenommen. Von den heute rund 220'500 Pendlern arbeiten 73 Prozent nicht in der eigenen Wohngemeinde oder absolvieren ausserhalb eine Ausbildung.

Auf kürzeren Strecken eher zu Fuss und per Velo

«Bei der Wahl des Hauptverkehrsmittels spielt die räumliche Distanz zum Arbeits- oder Ausbildungsort eine wichtige Rolle», heist es weiter. Den grössten Anteil an den Pendlerströmen macht der motorisierte Individualverkehr (MIV) aus – jedenfalls, wenn die Pendler ausserhalb ihrer Gemeinde arbeiten. «Seit 2010 beträgt der MIV-Anteil an allen benutzten Verkehrsmitteln 60 Prozent oder mehr. Der ÖV-Anteil spielt hingegen mit gut 30 Prozent eine vergleichsweise kleinere Rolle.»

Anders ist dies bei den sogenanten Binnenpendelnden. 27 Prozent der Personen, die pendeln, verlassen zwar ihre Wohnung oder ihr Haus, arbeiten aber in der Wohngemeinde: Bei ihnen dominiert die Fortbewegung zu Fuss, per Velo oder E-Bike mit einem Anteil von 50 Prozent, gefolgt vom MIV (30 Prozent) und dem ÖV (19 Prozent).

Pendeln nach Zug, Zürich und in den Aargau

Es pendeln mehr Personen vom Kanton Luzern aus in einen anderen Kanton als umgekehrt: Insgesamt gehen 43'100 Menschen ihrer Arbeit oder Ausbildung ausserhalb der Kantonsgrenze nach. Die meisten von ihnen pendeln in die Kantone Zug (11'700), Aargau (7800) und Zürich (7600). Im Gegensatz dazu stammen die meisten Arbeitstätigen, die nicht in Luzern wohnen, aus den Kantonen Aargau (9300), Nidwalden (5400) und Zug (4500).

Auch hier wird eine Zunahme festgestellt: «Die in eine Luzerner Gemeinde Zupendelnden haben von 2010 bis 2016 um 15 Prozent auf rund 144'000 Personen zugenommen, die aus einer Luzerner Gemeinde Wegpendelnden um 14 Prozent auf rund 148'000 Personen», heisst es weiter im Bericht.

(gwa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sosa am 07.06.2018 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Statistik

    Was soll diese Statistik? Man geht dort arbeiten wo man Arbeit hat.

    einklappen einklappen
  • m.m am 07.06.2018 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist ja logisch!

    drei viertel arbeiten nicht in der wohngemeinde. das heisst also wen jemand 3km ins nächste dorf fährt mit dem velo ist er bereits ein pendler?

  • Bikim am 07.06.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsmarkt vor der Türe schaffen

    Die sollen den Bahnhof zweistöckig bauen. Und auf dem See eine Flughafen, dann hätten die Luzerner genug Arbeit und niemand von denen müsste soweit fahren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realo am 11.06.2018 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Insbesondere Zug

    wird von den Luzernern geradezu geflutet. Etwa jedes 3. Fahrzeug ist im Stossverkehr mit einem LU Kennzeichen unterwegs.

  • Sepp am 10.06.2018 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Theorie

    Die meisten Menschen, wohnen dort, wo sie ihr Umfeld haben, eben wo man sich wohl fühlt. Sonst wären Viele dran, dauernd dem neuen Arbeitgeber hinterher zu zügeln :-D

  • kein Pendler am 10.06.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Pendler

    Und warum kommen dan Zürcher in unsere Region Arbeiten wenn doch dort die Löhne sooo hoch sind. Sorry jetzt habe ich es begriffen es sind halt Zürcher. Mein Arbeitsweg 7 Min.

  • Stefan am 09.06.2018 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur in Luzern ist es so

    Es ist kein Wunder mehr das es so viel Pendler es gibt. Es verlagert vieles ausserhalb nach Aargau Zürich Luzern Zug -Agglomeration. Die Wohnungen in der Städte sind zu teuer auch die Steuern, ausser in Kanton Zug. Wer sich noch leisten kann der wohnt in Zug in einer günstige Gemeinde. Voraussichtlich er auch eine Eigentumswohnung hat. Die Pendler Zeiten und die Steuern bewirken unserer Lebensstandard leider ist es so.

  • Kurt Jurt am 08.06.2018 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pendlerdefinition

    Nennt man Personen die in der eigenen Wohngemeinde arbeiten auch Pendler? Wohl eher nicht. Was sollen wir also mit dieser Aussage anfangen