Raffa gegen Liebrand

02. Oktober 2011 22:59; Akt: 03.10.2011 14:15 Print

EVP-Politiker bedroht – war es die Junge SVP?

von Marcel Habegger - Schlammschlacht zwischen EVP-Politiker Gerardo Raffa und JSVP-Präsident Anian Liebrand: Die Nationalratskandidaten beschuldigen sich gegenseitig.

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EVP-Nationalratskandidat Gerardo Raffa wird bedroht.

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«Wir wissen, wo du wohnst» und «Judensau» – der Luzerner EVP-Nationalratskandidat Gerardo Raffa (46) wurde in den letzten Wochen per E-Mail und via Facebook hart angegangen.

Nachdem Al-Kreida-Aktivisten mit Kreide auf Strassen Slogans hinterlassen hatten, die die ­offizielle Version von 9/11 in Frage stellen, wurde Raffa zudem eine Kreide in den Briefkasten gelegt. Er vermutet hinter den Drohungen und der Briefkastenaktion das Umfeld des JSVP-Präsidenten Anian Liebrand (22). Denn Raffa hatte in einem Bericht auf der Plattform ­Lu-wahlen.ch Liebrand als Initiant der Kreideaktion in Luzern entlarvt. Zudem kritisierte Raffa Liebrands Internetplattform. «Info8.ch ist keine investigative, kritische Plattform, wie darauf versprochen wird», schrieb er.

Liebrand gibt zu, hinter der Briefkastenaktion zu stecken: «Wir hatten Raffa damals vor Ort gesehen und fanden es eine lustige Idee, ihm eine Kreide zu schicken.» Das Ganze sei eine Werbeaktion der JSVP ­gewesen, auch andere hätten Kreide und Flyer erhalten. Von den Drohungen distanziert sich Liebrand: «Dass Raffa mir diese Drohungen in die Schuhe schieben will und sich als Opfer darstellt, ist unverschämt.» Er habe damit nichts zu tun.

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