21. April 2005 17:12; Akt: 21.04.2005 17:13 Print

Emmen: Blech-Kunst verschönert Lärmschutz

Die Lärmschutzwände an den Autobahnbrücken in Emmen werden mit einer vom Künstler Jürg Altherr entwickelten metallischen Verkleidung versehen.

Fehler gesehen?

Die meterhohen Wände sollen sich so in die Landschaft integrieren. Die Verkleidung entwickelte der aus Schlieren stammende Altherr laut einer Mitteilung der Luzerner Staatskanzlei vom Donnerstag zusammen mit dem Architekten Dieter Geissbühler. Es handelt sich um stark verformte und dunkelblau gefärbte Bleche, die je nach Licht und Witterung unterschiedliche Bilder ergeben.

Die Bleche passen laut der Mitteilung zur Geschichte Emmens als traditioneller Standort für die Stahlproduktion. Sie zeigten die «Fahrgasse A2» auf eine «auffällige, aber verspielte Art, und integrieren sie gleichzeitig optimal in die vorhandene Landschaft».

Verkleidet werden die Grüeblischachen-, die Seetal- und die Rüeggisingerbrücke, welche die A2 über lokale Verbindungsstrassen und -wege führen. Die Verkleidung wird nur von unten her zu sehen sein; wer auf der A2 fährt, bemerkt davon nichts.

Das Projekt zur Verkleidung der Brückenfassaden kostet rund 750 000 Franken. Es ist Bestandteil der umfangreichen Lärmschutz- und Instandstellungsmassnahmen an der A2 in Emmen, die ingesamt rund 130 Mio. Franken kosten. Zwischen Reussport und Riffig werden drei bis sechs Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt.

(sda)