Stiefels Hopfenkranz

01. September 2016 16:22; Akt: 01.09.2016 16:33 Print

Ex-Koch vom Gütsch wirtet nun in eigener Beiz

von Emina Hadzic - Moritz Stiefel (34), Ex-Küchenchef vom Gütsch, eröffnet sein erstes Restaurant. Dabei setzt er zu 100 Prozent auf Luzernness. Auch sonst bewegt sich einiges in der Luzerner Gastro-Szene.

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Moritz Stiefel (34) schwingt ab Freitag den Kochlöffel in seinem ersten eigenen Restaurant. Mit seiner Frau Luigina Stiefel übernimmt der Ex-Küchenchef des Chateau Gütsch den Hopfenkranz an der Zürichstrasse 34, in welchem rund 30 Gäste Platz finden. Der Name verändert sich nicht stark: Das Paar taufte die Beiz in «Stiefels Hopfenkranz» um.

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Das regionale Angebot bestimmt die Karte

«Der Hopfenkranz bleibt die Homebase, der Name Stiefel ist unser Brand. Ich habe einen anderen Kochstil als die ehemaligen Wirtebrüder Manuel und Stefan Kochmann», sagt der Luzerner. Stiefel konzentriert sich auf heimische Leckereien: «Ich verzichte auf Luxusware wie Kaviar und Hummer und möchte das Augenmerk auf regionale Produkte legen, die ich durch aufwendige und langwierige Kochprozesse veredele», so Stiefel.

Nachdem der renommierte Koch das Château Gütsch 2015 verlassen hat, möchte er in seinem Betrieb weiterhin Gourmet-Speisen zaubern: «Mit meiner raffinierten Küche werde ich etwa Sellerie zuerst im Ofen rösten, danach bei einem Bekannten räuchern und schliesslich vakuumieren lassen.» Auf dem Teller werde er das Gemüse mit einer feinen Vinaigrette, gekochtem Knochenmark und frischem Stangensellerie «optisch hübsch und kreativ» servieren. Am Mittag gibts Comfort-Food, die Menü-Preise bewegen sich zwischen 21 und 25 Franken. «Wir werden zum Beispiel eigenen Fleischkäse und eigene Schnitzel anbieten», so Stiefel. Am Abend wirds kostspieliger: «Es werden elf Gerichte vorbereitet, die je nach Gang zwischen 16 und 140 Franken variieren.» Letzteren Preis bezahle man für ein 7-Gang-Menü.

Spitzenkoch setzt auf «Luzernness»

Den Feinschliff für die Einrichtung schaffen Details: «Ich setze zu 100 Prozent auf Luzernness. Das neue Logo, das Corporate Design und die Lampen stammen von Designern aus Luzern wie Erich Brechbühl und Neustahl.»

Als Koch und neu als Wirt aufzutreten, bereite ihm kein Kopfzerbrechen: «Ich habe schon in der Vergangenheit die Geschäftsführung übernommen und kenne den Alltag eines Küchenchefs.» Besonders stolz sei er auf seine Frau Luigina, die ihn in allem unterstützt. «Sie übernimmt das Back-Office und wird sich an den Wochenenden als Wirtin um unsere Gäste kümmern», sagt Stiefel. An den nächsten Wochenenden sei das Lokal bereits stark ausgebucht.

News aus der Luzerner Gastro-Szene

Aber auch sonst tut sich was in der Luzerner Gastro-Szene: Die Pizzeria von Erdem am Bundesplatz wird von Gastgeber Mile übernommen, der ab Freitag ofenfrisch backt. Die Jazzkantine zum Graben ist seit einer Woche mit neuen Betreibern wieder am Start und sorgt neu mit Einsiedler Bier, feinen Gerichten und musikalischen Hits für Stimmung. Auch das im Hotel Cascada gelegene Bolero wird in zwei Wochen wieder seine Türe öffnen und die Luzerner mit Tapas und Paellas verwöhnen.

Etwas länger dauert es bis zur Eröffnung eines neuen Lokals in der Neustadt. Wo einst das Plan B war, zieht bis Ende Jahr Dr. Oetker ein. Der Backwarenhersteller plant dort sein erstes Café. Weniger erfreulich ist hingegen, dass das 3-Sterne-Hotel Rothaus per Ende Oktober seine Pforten schliesst.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leuchte am 01.09.2016 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Luzernness?

    Hmmm, auf "Luzernness" setzen aber Ittinger Bier anbieten, passt irgendwie nicht.

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  • Frau von Luzern am 01.09.2016 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Siefels!

    Ich wünsche den beiden alles Gute und freue mich riesig für sie! einfach ein Traumpaar.

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  • carmen diaz am 01.09.2016 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    dieses mal bin ich nicht...

    ...hereingefallen. es war mir von anfang an klar, dass es sich um pure werbung für eine geschäftseröffnung handelt wenn ich auf den link klicke und ich wurde nicht enttäuscht. ich mache jetzt sogar noch an der umfrage mit und wähle möglichkeit nummer drei...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Knüppel am 03.09.2016 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr Veränderungen:

    Tragisch und schade, dass das fantastische "Wiederkehr" gleich um die Ecke nach exakt 10 Jahren dicht machte ...

  • montouli am 02.09.2016 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haters gonna hate....

    Aber ich freue mich jedenfalls sehr auf Stiefels Hopfenkranz! Ich wünsche den beiden ganz viel Erfolg! Verdient haben sie es! :)

  • MariLU am 01.09.2016 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entlebucher Bier?

    Bin auch der Meinung, dass nicht von echter Luzerness gesprochen werden kann, wenn das Bier nivcht von hier ist! wie wärs mit Entlebucher Bier? Das Dr. Oetker-Café wird es echt schwer haben mit der rosaroten Konkurrenz! Bin ja gespannt, ob das was wird. Keine Überraschung ist die Pizzeria Erdem. Fahre täglich da durch und habe noch nie eine Person gesehen...

  • Nichte vovn Garlando am 01.09.2016 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vorgänger 1960/70-Jahren Garlando

    war das Beste was im Rest. Hopfenkranz gewirtet hat. Chiki-Miki teures Essen wird nicht zum Erfolg führen. Schade wollen alle nur das schnelle Geld machen, welches der grosse Fehler ist.

    • Stefan2000 am 01.09.2016 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nichte vovn Garlando

      Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht..

    • Chez Piere am 02.09.2016 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nichte vovn Garlando

      Ich bezahle gerne etwas mehr wenn das auf dem Teller stimmt. Heute kostet eine gute Pizza auch schon um die 25Fr. und für einen Hamburger gibt man auch schon recht Geld aus. Also der Service, die Küche und das Drumherum müssen stimmen und man gibt gerne ein paar Frankenehr aus.

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  • GM am 01.09.2016 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Verwechslung

    Die sehen symphatisch aus! Aber, ist der auf dem Bild wirklich Koch?

    • montouli am 01.09.2016 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @GM

      Ja, ist er. Wieso?

    • GM am 01.09.2016 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @montouli

      Er wirkt etwas verklemmt (unbeweglich). Bei einem Koch dulde ich keinen Bart ( Hygiene). Ein guter Koch darf nicht zu schlank sein!

    • die da am 02.09.2016 09:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ausgezeichneter Koch

      @GM: Moritz Stiefel ist einer der begabtesten Köche des Landes. Was er auf den Teller zaubern kann... Manche Menschen sind so schlank, die können nicht zunehmen, auch wenn sie wollen, eine Frage des Körperbaus.

    • Yannick95 am 02.09.2016 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @GM

      leute nach körperbau zu beurteilen führt etwa zum gleichen ergebnis wie wenn man sie nach hautfarbe verurteilt! ein Bart in der küche ist ebenfalös kein problem solange man ihn pflegt.

    • Casinozug am 02.09.2016 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @die da

      Na ja, so begabt ist Moritz Stiefel nicht wirklich..oder wieso wechselt er die ganze Zeit den Job??

    • GM am 02.09.2016 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Yannick95

      Rasse und Hygiene zu vergleichen mag ihr Ding sein!

    • GM am 02.09.2016 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @die da

      Sie haben recht was die Figur betrifft. Trotzdem esse ich in keinem Restaurant mit "Bart-Koch"! Trinken Sie bitte ein Gläschen Wein für mich! En guete.

    • GM am 02.09.2016 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Yannick95

      Weist Du wieviele Haare inkl. Garnitur sich jeden Tag vom Bart verabschieden!

    • Barbarossa am 02.09.2016 17:33 Report Diesen Beitrag melden

      Fragen an GM

      Ich muss Sie das nun halt doch fragen: Darf denn der Koch auch keine Kopf- und keine Körperbehaarung haben? Denn diese Haare fallen ja viel eher aus als Barthaare und wären somit genauso ein Hygieneproblem. Und woran erkennen Sie, ob sich der Koch regelmässig die Hände wäscht? Und machen Sie dann jeweils eine Bartkontrolle in der Küche? Also mir ist ein bärtiger Koch, der die Hygienevorschriften kennt und einhält, tausendmal lieber als ein bartloser, der dies nicht tut...

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