Super League

13. Februar 2019 18:30; Akt: 13.02.2019 21:09 Print

Sion erbeutet sich umstrittene drei Punkte

von Darius Herzog - Der FC Sion gewinnt auch das zweite Auswärtsspiel gegen Luzern in dieser Saison mit 1:3. Wie der Sieg allerdings zustande kam, ist höchst umstritten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In diesem ab der 20. Minute bis in die Schlussphase ereignisarmen Nachtragsspiel war Schiedsrichter Urs Schnyder der auffälligste Akteur. Der Entlebucher fällte zwei sehr umstrittene Entscheide, beide gegen das Heimteam. Die Entscheide führten zu einem frühen Platzverweis und eine späten Foulpenalty, der das 1:2 nach sich zog.

Beim Sittener Führungstor nach nur 73 Sekunden offenbarten sich die aktuellen Schwächen in der Luzerner Defensive, die auch bei der jüngsten Niederlage auszumachen waren. Sions polyvalenter Spieler Bruno Morgado, diesmal rechts im Mittelfeld eingesetzt, konnte ungehindert von der Mittellinie gegen den Strafraum ziehen. Seinen Schuss wehrte Goalie David Zibung zur Seite ab. Morgado setzte seinen Lauf, erneut ungehindert, fort und traf mit dem Nachschuss unter die Latte.

Gelb-rote Karte gegen Vargas

Immerhin liessen sich die Luzerner durch ihr Blackout nicht lange deroutieren. Nach einem ihrer ersten guten Angriffe war Blessing Eleke zur Stelle, um eine gute Vorarbeit von Pascal Schürpf nach 16 Minuten zu verwerten. Sions Verteidiger Jan Bamert kam vor Eleke an den Ball, sodass der Treffer als Eigentor gewertet wurde.

Vier Minuten später griff der Schiedsrichter erstmals massiv ein. Er hatte Luzerns Aufbauer Ruben Vargas nach fünf Minuten auf eher strenge Art verwarnt. Nach 20 Minuten trat Vargas seinem Gegenspieler auf den Fuss - hier eher ungeschickt als absichtlich. Dennoch schickte Schnyder den Spieler mit Gelb-rot vom Platz.

Adryan entscheidet Spiel mit Doppelpack

In diesem Moment verlor das Spiel für lange Zeit seine ganze Dynamik. Die mit einer defensiven, abwartenden Grundeinstellung gestarteten Sittener wussten mit der Überzahl wenig anzufangen, und die Luzerner, deren Trainer René Weiler sich echauffierte, drosselten das Risiko. Eine grosse Chance des FCL nach 53 Minuten war ein Farbtupfer. Nach einem Corner verhinderte Torschütze Morgado auf der eigenen Torlinie den sicheren Rückstand nach einem Abschluss von Shkelqim Demhasaj aus kürzester Distanz.

In der matchentscheidenden Szene nach 79 Minuten wertete Schnyder einen Armeinsatz von Verteidiger Lazar Cirkovic gegen den eingewechselten Stürmer Roberts Uldrikis als penaltywürdig. Der ebenfalls eingewechselte Adryan nutze die Chance. Danach hätte Luzern das 2:2 erreicht, hätte nicht André Neitzke einen Schuss von Schürpf auf der Linie abgewehrt. Das 3:1, von Adryan erzielt, kam nach einem Fehler Zibungs gegen die entblösste Luzerner Abwehr zustande.

Luzern - Sion 1:3 (1:1)

7298 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 2. Morgado 0:1. 16. Bamert (Eigentor) 1:1. 79. Adryan (Foulpenalty) 1:2. 89. Adryan 1:3.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, (85. Schmid), Sidler; Voca (85. Schneuwly), Schulz, Vargas, Schürpf; Demhasaj (58. Custodio); Eleke.

Sion: Fickentscher; Ndoye, Neitzke, Bamert; Morgado (67. Fortune), Grgic (63. Uldrikis), Toma, Abdellaoui; Kasami, Lenjani; Djitté (46. Adryan).

Bemerkungen: Luzern ohne Grether (gesperrt), Kakabadse, Knezevic, Rodriguez, Ugrinic (alle verletzt), und Juric (intern suspendiert). Sion ohne Baltazar, Khasa, Carlitos, Mitrjuschkin, Raphael (alle verletzt), Maçeiras, Kouassi, Angha, Mveng und Philippe (alle nicht im Aufgebot). 19. Gelb-rote Karte gegen Vargas (Foul). Verwarnungen: 5. Vargas (Foul), 23. Schwegler (Foul), 30. Djitté (Foul), 45. Lenjani (Foul), 57. Schulz (Foul), 80. Adryan (Unsportlichkeit), 81. Zibung (Ballwegschlagen).

Zum Liveticker im Popup

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.Münster am 13.02.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Schiri...

    Luzern war schlecht gestartet, aber der Schiri definitiv noch schlechter! Bitte nicht mehr aufbieten für Super League

  • edi desku am 13.02.2019 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nachdenklich

    Bin nicht ein FCL Fan und auch kein FCS Fan. Was aber sehr bitter und leider zum normalen geworden ist, dass ein Schiri ein Spiel alleine entscheiden kann. Nach dem Motte: wenn sion mit einem Spieler mehr nicht mal ein Tor zustande bringt, helfe ich halt nach. Einfach nur peinlich für den Schweizer Fussball

  • Speed52 am 13.02.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CL ansehen SR Schnyder

    Ich empfehle SR Schnyder doch vermehrt CL zu schauen,damit er endlich lernt wann es tatsächlich ein gelbwürdiges Foul ist und wann es tatsächlich ein Penalty ist! Wieso pfeift eigentlich kein Schweizer Schiri international? Die Antwort hat SR Schnyder heute überzeugend belegt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Andere am 14.02.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fast alles vertretbar

    Die erste Gelbe ist sicher sehr hart. Die zweite war korrekt. Und was sollen die Diskussionen über den Penalty? Uldrikis wurde an der Schulter und an der Hüfte zu Boden gebracht! Klarer Penalty.

  • Teleclubber am 14.02.2019 01:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Der Schiedsrichter war schlichtweg nicht Super League tauglich.

  • Luisier am 13.02.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte objektiv

    Man merkt an den Kommentaren dass Sion nicht YB ist. YB würde man in den Himmel loben bei Sion heißt es glücklich. Schade um solche Kommentare den Sion war gefährlicher und hat verdient gewonnen.

  • Neutraler Neandertaler am 13.02.2019 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles richtig

    Für mich sind beide umstrittenen Entscheide vollkommen zu recht gepfiffen worden.

  • YBaner am 13.02.2019 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skandal

    Skandal Schiri die Luzerner werden effektiv zu oft benachteiligt ..schade