Gegen Pyros im Stadion

07. November 2011 22:35; Akt: 07.11.2011 22:40 Print

FCL sucht Dialog mit Fans

von Markus Fehlmann - Der FC Luzern hat die Nase voll. Nachdem ein Thuner Balljunge fast von einer Fackel aus dem FCL-Sektor getroffen wurde, will der Klub jetzt handeln.

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FCL-Pyros in Thun. (Leserreporter)

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Es passierte am Samstag im Thuner Stadion, kurz vor dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit: Aus den Fanreihen des FC Luzern fiel eine Fackel zu Boden – dorthin, wo die Balljungen im Einsatz waren. «Der Feuerwerkskörper verfehlte einen Jungen nur um ein, zwei Meter», sagt Christian Schneider, Präsident des FC Allmendingen, der den Grossteil der Balljungen stellte. Dann habe der Sicherheitsdienst die Buben vom Gästesektor abgezogen.

Zu denken geben aber auch Szenen, die heute auf einem YouTube-Video zu sehen waren. Dieses zeigt, wie ein Fan ebenfalls am Samstag die Tribüne hinunterstürmt und von hinten einen anderen FCL-Supporter anspringt, der eine brennende Fackel in der Hand hält. Anschliessend stürzen sie zusammen über die Sitz­reihen.

Dem Klubverantwortlichen sind die Vorfälle peinlich. «Der FC Luzern schämt sich», sagte Sprecher Stefan Bucher gegenüber Tele 1. Gestern wurde eine Auslegeordnung vorgenommen und das weitere Vorgehen besprochen. «Wir werden jetzt verschiedene Gespräche führen, unter anderem mit Fanvertretern», so Bucher heute zu 20 Minuten. Danach soll klar sein, welche Massnahmen ergriffen werden.

Die Fan-Dachorganisation United Supporters Luzern (USL) wollte zum Vorfall mit dem Balljungen keine Stellung nehmen – weil es zum Vorfall keine gesicherten Informationen gebe. «Wichtig ist, dass der Dialog zwischen Fans und Klub weitergeführt wird», so USL-Präsident René Schwar­zentruber.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • André am 08.11.2011 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    heftige Bussen und Ausschluss vom Match

    es gibt nur eins - hohe Bussen und Jahre langes Stadion verbot - Videoüberwachung mit Gesichtserkennung damit kein gesperrter Randalierer wieder den Weg in ein Stadion findet - ist sicher billiger als ein grosses Polizeiaufgebot an den Spieltagen

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  • denk-mal am 08.11.2011 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    handeln statt reden

    reden - reden - reden - wie oft noch, wie lange noch ? WANN endlich - wäre schon längst fällig - wird gehandelt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • denk-mal am 08.11.2011 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    handeln statt reden

    reden - reden - reden - wie oft noch, wie lange noch ? WANN endlich - wäre schon längst fällig - wird gehandelt?

    • aber was hilft am 10.11.2011 20:29 Report Diesen Beitrag melden

      handeln ist gut

      wie wärs denn mal mit einem vernünftigen vorschlag, was dagegen wirklich helfen sollte?

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  • André am 08.11.2011 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    heftige Bussen und Ausschluss vom Match

    es gibt nur eins - hohe Bussen und Jahre langes Stadion verbot - Videoüberwachung mit Gesichtserkennung damit kein gesperrter Randalierer wieder den Weg in ein Stadion findet - ist sicher billiger als ein grosses Polizeiaufgebot an den Spieltagen

    • david s. am 09.11.2011 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      schon lange so

      das passiert doch bereits schon seit jahren. und die gesperrten pyrozünder kommen auch nicht mehr ins stadion. diese forderungen bestehen ja bereits. und dennoch gibt es seit jahren pyros, an der menge der ereignisse hat sich nichts gross geändert. was sich geändert hat ist die mediale berichterstattung. ich rede jetzt explizit von pyros und nicht von gewalt. das bussgeld der clubs an den verband wandern ende saison wieder zurück an die jugendförderung! (nurso)

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