Baupfusch in Luzern

18. Oktober 2019 04:55; Akt: 18.10.2019 14:06 Print

Mit diesen Steinen ist etwas schiefgelaufen

Weil die Farbe der neuen Pflastersteine in der Stadt Luzern nicht stimmte, musste der Boden aufgebrochen und erneut gepflastert werden.

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Erst im Frühling wurde dieser Pflasterboden in der Luzerner Altstadt fertiggestellt. Da die neuen Pflastersteine farblich nicht mit den alten übereinstimmten, wurde entschieden, dass der Boden aufgebrochen und neu verlegt wird. In einem Facebook-Post veröffentlichte ein Luzerner ein Foto. Er finde die Pflasterung nicht schlimm: «Mich hätte es nicht gestört, wenn die Pflastersteine geblieben wären.» «Unter anderem bestehen erhebliche Farbunterschiede zwischen den bestehenden und der neuen Pflästerung», teilt Strasseninspektor Urs Stalder mit. Die Arbeiten sind bereits im Gang. Nach Absprache des Tiefbauamts mit dem zuständigen Bauunternehmen bekannte sich die Baufirma dazu, die Kosten für eine Neuverlegung zu übernehmen. In der Folge hat das Tiefbauamt Luzern beschlossen, weitere Flächen zu erneuern, um die ganze Gassenbreite einheitlich zu halten. Der violette Bereich soll eine neue Pflasterung erhalten. Am Falkenplatz werden ebenfalls Unterhaltsarbeiten stattfinden. Aufgrund der Arbeiten seien zwischen dem 7. Oktober und dem 18. November mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Zu Fuss sei der Weg allerdings die ganze Zeit passierbar. Stalder sagt weiter: «Zugleich kann der alte Untergrund mit Sickerbeton verstärkt werden, um die Tragfähigkeit zu verbessern.» Die alten Pflastersteine würden als Rohmaterial wiederverwendet. Vom 15. Oktober bis zum 18. November wir im Rahmen der Arbeiten der Pflastersteinbelag des Falkenplatzes unterhalten. Das Tiefbauamt der Stadt Luzern kündet möglichen Lärm an. Die Kosten für die neue Pflästerung beträgt insgesamt 70'000 Franken, die aus dem Spezialfonds Grabenaufbruch entnommen werden.

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Auf der Facebook-Seite «Sorgenbriefkasten der Stadt Luzern» wird auf einen Baupfusch in der Luzerner Altstadt aufmerksam gemacht: Zu sehen ist dort ein Foto, das die Baustelle an der Mariahilfgasse zeigt. Darauf zu sehen ist ein rötlicher Pflasterboden, der gerade von einem Bagger aufgebrochen wird. Hinter den Absperrungen befinden sich Behälter mit andersfarbigen Pflastersteinen.

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Falsche Farbe sorgt für Probleme

Erst im Frühling war der rötliche Pflasterboden nach Erneuerungen von Werkleitungen fertiggestellt worden. Da aber die neuen Pflastersteine farblich nicht mit den alten übereinstimmen, muss nun der Boden nochmals gepflästert werden. «Unter anderem bestehen erhebliche Farbunterschiede zwischen den bestehenden und der neuen Pflästerung», teilte Strasseninspektor Urs Stalder mit.

«Mich hätte es nicht gestört»

Der Entscheid stösst beim Verfasser des Facebook-Posts auf Unverständnis: «Mich hätte es nicht gestört, wenn die Pflastersteine geblieben wären.» Der Strasseninspektor hingegen sagt: «Leider wurden die Arbeiten nicht unseren Auflagen gemäss ausgeführt.» Nach Absprache des Tiefbauamtes und dem zuständigen Bauunternehmen bekannte sich die Baufirma dazu, die Kosten für die Neuverlegung zu übernehmen.

Mehr Fläche wird erneuert

In der Folge hätte das Tiefbauamt Luzern beschlossen, weitere Flächen zu erneuern um die ganze Gassenbreite einheitlich zu halten. «Zugleich kann der alte Untergrund mit Sickerbeton verstärkt werden, um die Tragfähigkeit zu verbessern», sagt Stalder. Die Kosten für die Erneuerungen summieren sich auf 70'000 Franken. Finanziert werde dies aus dem Spezialfonds Grabenaufbruch.

(jab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fachfrau am 18.10.2019 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Delegieren - Kontrollieren

    Die Pflästwrung wurde wohl kaum in einem Tag verlegt. Wo ist denn da die Kontrolle der Stadt geblieben? Wohl am Schreibtisch gesessen und gewartet bis es Feierabend ist.

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  • Autofahrer am 18.10.2019 05:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gemacht..aufreissen...machen..aufreissen

    Typisch Schweiz...so wird alles teurer...und einige werden Millionär/Millionärin...

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  • Alfons Bidou am 18.10.2019 05:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @@

    Fadenscheinige Erklärung, Sickerbeton, wie so wurde der nicht von Anfang an eingebracht? Welltneuheit. Sind da versager am Werk.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Resi Blatter am 19.10.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Und CO2

    Und woher stammen die??? Bei Naturstein gibt es in Sachen CO2 Immissionen extrem hohe Unterschiede.

  • Adi am 19.10.2019 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rabatt??

    Ich hätte pber einen massiven Preisnachlass verhandelt Ca 70% off Was jetzt passiert ist die totale Verschwendung von Recourcen

  • Nachdenklich am 19.10.2019 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anders

    Was ist denn so schlimm, wenn die Steine eine andere Farbe haben? sind sie zu wenig widerstandsfähig? sind die baufällig? sind sie bereits abgenutzt? Wohl eher nicht sie haben nur die falsche Farbe sieht anders aus = muss entfernt werden? wer sis der Reihe tanzt = muss entfernt werden? Idt das der Snsptuch unserer Gesellschaft?

  • Norbert Ro. am 18.10.2019 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Steine

    Von der Baudirektion der Stadt Luzern hat niemand etwas gemerkt, bis die Steine verlegt wurden. Unfähig, nicht kompetent und peinlich.

    • P. H. am 19.10.2019 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Norbert Ro.

      Es ist nicht die Baudirektion der Stadt Luzern, zuständig ist das Tiefbauamt. Sicher nicht ideal, aber ganz logisch, dass die ausführenden Arbeiter (geleitet von einem Bauführer) hier versagt haben. Spätestens zum Zeitpunkt, an welchem die Steine in der Hand waren, mussten diese merken, dass etwas nicht stimmt. Ich denke, dass es heute genug Kommunikationsmittel gibt, um eine Meldung abzusetzen!!

    • dr Kari vo Horw am 19.10.2019 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      die kennen

      doch nur die Farben ROT und Grün! Für alles andere sind die Farbenblind!

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  • Michi am 18.10.2019 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon mal gehört

    Luzern, ist das nicht die Stadt, die ihre Seele an Touristen verkauft hat und jetzt merkt, dass man Schmuck und Uhren nicht essen kann?