Zeugen gesucht

10. Mai 2012 21:26; Akt: 11.05.2012 08:45 Print

Fiese Attacke auf brütende Schwäne

von Daniela Gigor - Unbekannte Schwanenhasser haben in Luzern Eier und ein Nest entfernt. Nun wird Anzeige erstattet.

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Seit Jahren brütet ein Schwanenpaar die Eier am Quai in der Nähe des Verkehrshauses aus. Auch in diesem Frühling nistete sich das Paar dort ein, um sieben Eier auszubrüten. Jetzt ist das Schwanenpaar weg, weil sich Unbekannte am Nest vergingen. «In der Nacht auf den 1. Mai wurden zwei Eier und das Nest entfernt», sagt Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei.

Bereits einige Tage zuvor seien fünf Eier aus demselben Nest von Unbekannten entfernt worden. «Mich ärgert diese böswillige Zerstörung masslos», sagt eine Passantin. Touristen und Ein­heimische hätten grosse Freude an dem Schwanenpaar gehabt. «Wer Tiere missbraucht, soll nicht ungeschoren davonkommen», so die Frau weiter.

Anzeige gegen Unbekannt eingereicht

Werden die Täter gefunden, können sie zur Rechenschaft gezogen werden. Im Bundes­gesetz über die Jagd und den Schutz wild lebender Säuge­tiere und Vögel steht, dass mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft wird, «wer vorsätzlich Eier oder Jungvögel geschützter Arten ausnimmt oder das Brut­geschäft der Vögel stört». Dies trifft hier zu, da der Höckerschwan geschützt ist, wie Otto Holzgang, Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Luzern, bestätigt.

Eine Anzeige gegen die unbekannten Schwanenhasser wird der zuständige Quartierpolizist erstatten, der von Passanten auf den Missstand aufmerksam gemacht wurde. Der Polizist hat beim früheren Brutplatz ein Plakat montiert, mit dem er Zeugen sucht.

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Wirklich traurig zu was gewisse Menschen fähig sind, schon am Samstag 29.April wurde eine Eisenabschrankung beim Schwanennest beim Tivoli in den See geworfen. Immer wieder freuen wir uns an den lieben Tieren beim Spaziergang dem See entlang, leider sind sie jetzt weg. Ihr gedankenlosen Typen schämt euch vor der Natur. – Rudolf Niederer, Appenzellerland

Der Höckerschwan mag zwar geschützt sein, dafür gibt es in vielen Schweizer Städten lokale Überpopulationen. Der Höckerschwan braucht, wie andere Tiere auch, ein eigenes Revier. Er wird ständig gefüttert, darf aber nicht vom Wildhüter dezimiert werden. Dies führt zur absurden Situation, das Höckerschwäne sich zusammenrotten und eine völlig unnatürliche grosse Masse bilden. Die Folge: Krankheiten und Verhaltensstörungen sind weit verbreitet. – Davide

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Corinne am 12.05.2012 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    primitiver geht's kaum

    Aber hallo, geht's eigentlich noch?!? Wie primitiv sind die Städter eigentlich??? Keinen Respekt vor der Natur und anderen Lebewesen. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln! So was von daneben....! Kommt nie zu uns auf's Land...!!!

  • kevin#1 am 11.05.2012 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich.

    Ich frage mich immer wieder was Menschen durch den Kopf gehen muss, um hilflose Tiere zu quälen.

  • Mario M. am 11.05.2012 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    was für Probleme wir haben...

    oje, haben wir keine anderen Probleme.. unglaublich...und sowas könnte mit Freiheitsstafe bestraft werden...ich bin fassungslos..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Sempach am 12.05.2012 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Sind Raubtiere die Täter?

    Könnte es nicht auch ein Wildtier gewesen sein, die die Eier frassen? Ich denke da an Marder, Hermelin, Füchse oder auch andere Raubtiere

  • Corinne am 12.05.2012 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    primitiver geht's kaum

    Aber hallo, geht's eigentlich noch?!? Wie primitiv sind die Städter eigentlich??? Keinen Respekt vor der Natur und anderen Lebewesen. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln! So was von daneben....! Kommt nie zu uns auf's Land...!!!

  • Martin am 12.05.2012 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Mir egal!

    Von mir aus könnt ihr alle Schwäne wegbringen. Ihr müsst sie ja nicht töten oder sowas, aber ich brauch die nicht. Sie nerven bloss und heimisch sind sie auch nicht.

  • Gopfried Stutz am 11.05.2012 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    ebenfalls

    diesen sollte man auch die "Eier und das Nest" entsorgen!

  • Robert am 11.05.2012 21:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mensch grausame Kreatur?

    Immer wieder kommen Argumente, welche den Menschen als unverbesserliche und die schlimmsten Kreaturen unter den Lebenwesen auf der Erde bezeichnen. Der Mensch darf nicht mit Tieren verglichen werden. Tiere handeln zu einem grossen Teil instinktgebunden. Nur der Mensch ist in der Lage, sein Handeln als richtig oder falsch einzuschätzen und je nach Situation seinen Verstand einzusetzen. Es gibt Menschen, die grossartiges leisten. Sorry, aber das musste einmal gesagt werden.