Bilanz

27. Juli 2014 14:58; Akt: 27.07.2014 14:58 Print

Finanzen des Blue Balls in Schieflage

von Marcel Habegger - Mit einer Auslastung von 86 Prozent dürfen die Organisatoren des Blue Balls mit der Ausgabe 2014 zufrieden sein. Die finanzielle Lage ist jedoch wenig rosig.

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Direktor Urs Leierer hat am Sonntag eine durchzogene Bilanz des Blue Balls 2014 präsentiert. (Bild: 20 Minuten/Marcel Habegger)

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«In einer solch schlechten finanziellen Situation waren wir bisher noch nie», sagte Blue-Balls-Direktor Urs Leierer am Sonntag an der Medienkonferenz zur Schlussbilanz. Dies obwohl sich die Organisatoren mit einer Auslastung von 86 Prozent und über 100'000 Besuchern eigentlich über ein gelungenes Festival 2014 freuen dürften. «Wenn ein Produkt grösser wird, steigen auch die Kosten», begründet Leierer die Situation. Wenn dann noch Sponsoren abspringen würden wie vor der diesjährigen Ausgabe, werde es schwierig.

Das Blue Balls wegen den gestiegenen Kosten wieder in einem kleineren Rahmen durchzuführen, ist aber für die Organisatoren keine Option. Leierer: «Wir haben das Blue Balls in den letzten 20 Jahren aufgebaut, wenn wir nun wieder kleiner werden, können wir auch gleich aufhören.» Stattdessen hofft der Festivaldirektor mit einer kürzlich gegründeten Stiftung dem Festival über schwierige Zeiten hinweg zu helfen.

Pinverkauf ebenfalls rückläufig

Neben den fehlenden Sponsoren ist auch der Pinverkauf um 20 Prozent zurückgegangen. Das Gelände in Zukunft nur für zahlende Besucher zugänglich zu machen und so den Verkauf wieder anzukurbeln, wollen die Organisatoren aber nicht. Leierer appelliert stattdessen an die Gäste. «20 Franken für Konzertbesuche während neun Tagen ist nicht viel, für das Festival aber wichtig.»

Diskussion über Standortwechsel

Auch über einen Standortwechsel hat man sich bereits Gedanken gemacht. «Wir hätten gute Optionen anderer Austragungsorte aber eigentlich wollen wir das Blue Balls in Luzern behalten», sagt Leierer weiter. Obwohl die Ausgabe 2015 momentan finanziell noch nicht gesichert ist, zeigt sich Leierer optimistisch. «Ich weiss, dass das Blue Balls ein gutes Produkt ist, und wir haben bereits Gespräche mit potentiellen Sponsoren aufgenommen.» Deshalb sei er überzeugt, dass das Festival weitergeführt werden könne.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • The Boss am 27.07.2014 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haushälterischer Umgang mit Geld?

    Vielleicht reist der Vorstand im nächsten Jahr dann nicht nach Chicago zu lasten der Festival Kasse.

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  • Schweizer Bier am 27.07.2014 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bierpreis

    Das Blue Balls bringt die Besucher in eine finanzielle Schieflage! CHF 6.5. für 2 dl Bier sind eine Frechheit und Ausbeutung.

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  • Ralf E. am 27.07.2014 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preise

    Gerne würde ich mehr aufs Blue Balls gehn jedoch wenn man bedenkt das man für ein Biere nicht mal 33ml 6 CHF zahlen muss und bei eichhof die Dose 5CHF kostet für 50ml dann sollten die Anbieter sich was überlegen, dazu kommt auch noch wenn man eine dose Bier im Supermarkt kauft kostet sie nur 55 Rappen.... Fazit die kosten für den Besucher ist für die Wirtschaftslage zu teuer denn man spart dort am meisten. Auch Konzerte sollten günstiger werden dann kommen auch mehr Leute. Überall gehn die Preise runter nur in der gastro steigen sie vielen dank

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike R am 29.07.2014 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst Schuld

    Selbst Schuld. Ich wollte ans Blueballs gehen. Aber als ich von den Preisen hörte, habe ich es mir schnell anders überlegt. Und den Pin hätte ich sowieso nicht gekauft. Ist wie mit Fasnachtsplagette. Diesen Quatsch kauf ich einfach nicht.

  • Tom am 28.07.2014 00:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An Zielgruppe vorbei

    Jedes Jahr lässt sich beobachten, und ich gehöre auch dazu, dass ein großer Teil der Besucher nicht wegen dem Festival Drumherum ans Blueballs gehen. Sie wollen einfach nur einen lustigen Abend am See mit Freunden genießen und ein paar Bierchen kippen. Auch lässt sich feststellen, dass der Anteil der gelben Eichhof-Büchsen jedes Jahr zunimmt. Kein Wunder bei den Preisen für 3dl Heineken und dem Depot Kindergarten. Wenn sich die Stände nicht selbst finanzieren, dann sollen sie schließen. Die Bands im Pavion sind eh nur unterer Durchschnitt und werden von vielen Besuchern kaum wahrgenommen. Vielleicht sollte hier mal angesetzt und der Gastro-Teil komplett vom Festival getrennt werden. Dann wird auch der Pin überflüssig. Ich kann nicht verstehen wieso ich etwas bezahlen soll, wenn ich an einem öffentlichen Platz dann eh überteuertes Essen und Getränke konsumiere.

  • Echo vom Bärli am 27.07.2014 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das nennt sich Markt

    Wenn es sich nicht finanzieren lässt, stimmen entweder die Einnahmen oder die Ausgaben nicht. Die anderen Kommentare lassen darauf schliessen, dass bei den Einnahmen schon mächtig Druck gemacht wird, somit heisst es Aussgaben senken oder aufhören.

  • Luzerner am 27.07.2014 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Luzern

    Andere Schweizer Städte würden so einen Anlass unterstützen, Luzern legt lieber noch Steine in den weg. Ich fürchte wir werden auch noch diesen Anlass an eine andere Stadt verlieren.

  • Martin am 27.07.2014 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Pin Kauf

    Bin jedes Jahr am Blue Balls, der Pin Kauf ist Ehrensache, mit Essen verpflege ich mich vor Ort. Und das Bier Kauf ich in der Stadt.